ANGEL – holt Hilfe, wenn du es nicht mehr kannst.

Der Schutzengel für Alleinarbeit.

Eine Situation, die Ihnen vielleicht bekannt vorkommt: Sie arbeiten allein, plötzlich wird Ihnen schwindlig. Im schlimmsten Fall stürzen Sie oder werden bewusstlos und können sich nicht mehr rechtzeitig bemerkbar machen. In solchen Situationen ist es wichtig, dass Sie schnell Hilfe erhalten. Besonders Personen, die allein oder mobil arbeiten, sind diesem Risiko ausgesetzt.

Automatische Alarmierungssysteme, die den Vorfall erkennen, bieten in solchen Situationen einen großen Vorteil: Sie können rasch Hilfe verständigen, wenn Sie dazu nicht mehr in der Lage sind.

Betrachtet man die statistischen Daten für Deutschland, kam es 2021 auf Baustellen zu über 118.000 Arbeitsunfällen. Somit haben Baukonstruktion- und Innenausbauberufe das höchste Risiko, einen Arbeitsunfall zu erleiden.

Wie bei allen Arten von Verletzungen ist eine schnelle und angemessene Reaktion erforderlich. Besonders Alleinarbeiter:innen sind gefährdet, da sie bei Verletzungen oftmals niemanden in der Nähe haben. Obwohl Sie nur leicht verletzt sind, werden Sie möglicherweise nicht sofort vermisst. Vielleicht fahren Sie morgens mit ihren Kolleg:innen gemeinsam auf die Baustelle, sind aber in unterschiedlichen Stockwerken tätig? Vielleicht sind Sie bewusstlos geworden? Somit könnte sich Ihre Verletzung verschlimmern und Sie könnten später als erwartet medizinisch behandelt werden.

Assistenzsysteme können helfen, dieses Risiko zu minimieren. Eines dieser Systeme ist ANGEL von ADRESYS. Die ANGEL-Systeme tragen Sie am Hosenbund. Die Elektronik erkennt automatisch Notfälle wie Regungslosigkeit, Sturzunfälle oder Elektrounfälle.

In solchen Notfällen alarmieren die Elektronik und das verbundene Smartphone Personen in der Nähe akustisch, damit Umstehende den Ton wahrnehmen und helfen können. Das System schlägt sofort Alarm und setzt zudem die persönliche Rettungskette mithilfe der übermittelten GPS-Koordinaten in Gang. So werden hinterlegte Notfallkontakte, wie zum Beispiel Kolleg:innen, über den Unfall per Sprachanruf und SMS informiert und können rasch zu Hilfe eilen. Das System umfasst auch eine Notfall-GPS-Lokalisierung und sendet zusätzliche Informationen, z. B., wer verletzt oder was passiert ist.

So kann ein intelligentes System Ihr Schutzengel in Notfällen sein, besonders wenn Sie nicht mehr selbst Hilfe rufen können. Damit will Adresys sicherstellen, dass aus kleinen Unfällen keine schweren werden. Sie wollen ANGEL für sich testen? Wir bieten Testpakete an, damit Sie ANGEL in Ihrer Arbeitsumgebung intensiv testen können. Schreiben Sie uns gerne eine Mail an angel@adresys.com!

Dieser Aufkleber kann Leben retten – Rettungskarte im PKW

Dieser Aufkleber kann Leben retten – Rettungskarte im PKW

Immer mehr Autofahrer nutzen eine Rettungskarte. Und das ist gut so. Denn diese erleichtert den Rettungskräften (Feuerwehr & Co.) bei einem Unfall die Arbeit. Die Karte wird hinter der Sonnenblende auf der Fahrerseite Ihres Fahrzeugs angebracht und enthält wichtige fahrzeugtypspezifische Informationen – gerade bei Elektroautos besonders hilfreich.

Zusätzlich wird den Rettungskräften mit einem Aufkleber auf der Windschutzscheibe signalisiert, dass sich eine Rettungskarte im Auto befindet.

Bei uns können Sie sich diesen Aufkleber und eine Rettungskarte speziell für Ihren Fahrzeugtyp herunterladen. Im Folgenden erfahren Sie mehr über Aufbau und Einsatz von Rettungskarten.

Rettungskarten erleichtern Bergungseinsätze

Damit Verletzte sicher und schnell aus einem Unfallwagen gerettet werden können, muss die Feuerwehr das Rettungsgerät richtig ansetzen. Eine Rettungskarte stellt dafür alle erforderlichen Informationen in übersichtlicher Art und Weise bereit. Das kann im Ernstfall Leben retten. Durch unseren Aufkleber an der Frontscheibe wird den Einsatzkräften signalisiert, dass sich diese Rettungskarte im Fahrzeug befindet.

Moderne Fahrzeuge sind mit neuartiger Sicherheitstechnologie ausgestattet. Zusammen mit robusten Werkstoffen verringert sie die Verletzungsgefahr bei einem Unfall. Zugleich erschwert die Ausstattung moderner Fahrzeuge aber die Bergung.

In einer Seitenansicht und einer Draufsicht zeigt die Rettungskarte eine schematische Darstellung des Autos mit Angaben über Karosserieverstärkungen, Airbags, Batterie, Kraftstofftanks und weiteren relevanten Bauteilen. Dies erweist sich bei Löscharbeiten sowie bei der Bergung von eingeschlossenen oder eingeklemmten Insassen als hilfreich.

Die Rettungskarte stellt also übersichtlich dar, wo das Rettungsgerät an der Karosserie am besten angesetzt werden muss. Zudem enthält die Karte Informationen über den Kraftstofftank und die Batterie. So können die Einsatzkräfte Brände wirksam vorbeugen. Außerdem gibt die Karte Hinweise, wie die Airbags nach einem Unfall abgeschaltet oder ausgebaut werden können. Rettungskräfte können der Rettungskarte zudem entnehmen, wie das Hochvoltsystem eines Elektrofahrzeugs deaktiviert wird.

All diese Informationen ermöglichen eine schnellere und effektivere Bergung von Fahrzeuginsassen. Rettungskräfte in ganz Europa sind geschult, diese Karten zu lesen und entsprechend den Angaben zu handeln. Hier die auf einer Rettungskarte enthaltenen Angaben auf einen Blick:

  • Karosserie
  • Airbags
  • Batterie
  • Kraftstofftanks
  • Hochvoltsystem
Rettungskarte für Kia Sportage

Wo erhalte ich eine Rettungskarte?

Hier bei Sicherheitsingenieur.NRW können Sie die für jeden Fahrzeugtyp spezifische Rettungskarten heruntergeladen. Klicken Sie auf den Button und folgen Sie den einzelnen Schritten.

Schritt 1: Die passende Fahrzeugkarte finden

Geben Sie Typenbezeichnung und Baujahr des Fahrzeugs an. Die Angaben entnehmen Sie dem Fahrzeugschein. Prüfen Sie zur Sicherheit, ob die abgebildete Kontur Ihrem Wagen entspricht. Beachten Sie, dass die Karte immer die Maximalausstattung des Fahrzeugs ab Werk angibt. Rettungskarten sind für Benzin-, Diesel- und Elektrofahrzeuge erhältlich. Wer sein Fahrzeug auf Gasantrieb umrüstet, sollte das unbedingt auf der Karte vermerken.

Schritt 2: in A4 und Farbe ausdrucken

Nach der Prüfung der Angaben drucken Sie die Rettungskarte in Farbe und in Originalgröße aus. So ist gewährleistet, dass alle relevanten Informationen deutlich abgebildet sind und schnell entnommen werden können.

Idealerweise sollte die Karte selbst direkt in der Sonnenblende platziert werden, so dass man im Ernstfall schnell und unkompliziert Zugriff auf sie hat. Wenn keine Lasche vorhanden ist, nutzen Sie ein Klebeband oder Gummiband zur Befestigung. Der Aufbewahrungsort hinter der Sonnenblende ist Rettungskräften in ganz Europa bekannt

Schritt 3: Aufkleber anfordern und anbringen

Fordern Sie unseren Rettungskartenaufkleber an, der den Einsatzkräften signalisiert, dass sich eine Rettungskarte im Fahrzeug befindet. Bringen Sie diesen Aufkleber auf der Frontscheibe an.

Warum ist eine Rettungskarte wichtig?

Die Rettungskarte ist eine wichtige Hilfe für Einsatzkräfte. Sie sollte in Privat- wie in Firmenwagen nicht fehlen. Bei einem Unfall kann die Feuerwehr der Karte fahrzeugtypspezifische Informationen entnehmen, die beim Löschen, Sichern und Bergen helfen. Vor allem die Rettung eingeschlossener oder eingeklemmter Insassen lässt sich mit den Angaben deutlich beschleunigen. Relevante Bauteile werden in einer übersichtlichen, schematischen Darstellung angezeigt.

Tipps zu Nutzung und Aufbewahrung der Rettungskarte

Es wird empfohlen, die Rettungskarte in einer transparenten Schutzhülle aufzubewahren. Das schützt sie vor Feuchtigkeit und Abnutzung. Kontrollieren Sie regelmäßig, ob die Karte noch vollständig lesbar ist. Den Rettungskartenaufkleber kleben Sie auf der linken Seite (bzw. Fahrerseite) im Inneren an die Windschutzscheibe. Die Anbringung des Aufklebers darf die Fahrersicht nicht beeinträchtigen.

Ihre Fragen zur Rettungskarte

Verordnung zur Beschränkung von Diisocyanaten und Diisocyanate Schulung

Der richtige Umgang mit Diisocyanaten

Im Zusammenhang mit Arbeitsschutz und gesundheitlicher Unversehrtheit am Arbeitsplatz spielt der richtige Umgang mit Diisocyanaten eine wichtige Rolle. Diese Substanzen können Berufskrankheiten auslösen. Aktuelle Zahlen belegen zwar, dass prozentual gesehen und auf die Gesamtzahl der in den entsprechenden Branchen tätigen Personen gerechnet Berufskrankheiten eher selten auftreten. Jedoch erkranken in absoluten Zahlen gesehen in der EU jährlich etwa 5.000 Personen in Zusammenhang mit der Verarbeitung oder dem Hantieren mit Diisocyanaten. Durch entsprechende Schutzmaßnahmen wird sich diese Zahl deutlich reduzieren lassen.

Wir zeigen Ihnen weiter unten, welche Diisocyanate Schulung Sie für Ihre Mitarbeiter benötigen.

Es kommt auf den richtigen Umgang mit diesen Stoffen an und das richtige Bewusstsein für die vorhandene Gesundheitsgefährdung. Den kann man lernen. Wer weiter mit Diisocyanaten arbeiten möchte, muss den sachgerechten Umgang damit künftig auch lernen.

Was sind Diisocyanate?

Diisocyanate klingt erst mal spannend, aber auch ziemlich unbekannt. Das muss sich ändern. Diisocyanate sind chemische Grundstoffe, die zur Herstellung von Polyurethanen und Polyharnstoffen verwendet werden.
Gerade in der Bauindustrie gibt es sehr zahlreiche Anwendungsbereiche für diese chemischen Grundstoffe. Sie finden sich zum Beispiel in Bauschaum, in wasserbasierten Lacken, in Beschichtungen, in Harzen, Ölen und Wachsen, in Klebstoffen beispielsweise für Bodenbeläge und vielem mehr.

Diese große Anzahl an Baumaterialien, die Diisocyanate enthalten, bringt auch eine Vielzahl von unterschiedlichen Verarbeitungsarten mit sich. Einige Materialien werden gesprüht, andere gegossen, gespritzt, aufgetragen, aufgewalzt, mit Airbrush aufgebracht, einige werden erhitzt, um verwendet werden zu können. Die Baustoffe können fest sein, flüssig, zähflüssig, selbst aushärtend und einige reagieren erst durch das Zusammenbringen mehrerer Komponenten während der Verarbeitung.

Die Konzentrationen von Diisocyanaten in den Baustoffen variiert sehr. Es kann also vorkommen, dass Mitarbeiter am Bau viel mit Baustoffen arbeiten, die wenig Diisocyanate enthalten, oder wenig mit Baustoffen arbeiten, die viel Diisocyanate enthalten. Häufig enthalten gleich mehrere Baustoffe im direkten Arbeitsumfeld unterschiedliche Diisocyanate. Es ist im Bau fast nicht möglich, gar nicht mit Diisocyanaten in Kontakt zu kommen.

Warum sollen Diisocyanate eingeschränkt werden?

Diisocyanate können zu schweren Berufskrankheiten führen. Es sind je nach Art und Ausmaß des Kontaktes im täglichen Umgang mit den unterschiedlichen Baustoffen allergische Reaktionen möglich, Hautreizungen, chronisches Asthma, und einige Stoffe stehen auch im Verdacht krebserregend zu sein.
Aufgrund dieser nachgewiesenen Gefährdung der Gesundheit durch Diisocyanate kamen Stimmen auf, die Diisocyanate in der EU auf Dauer ganz verbieten wollten. Allerdings gibt es für die meisten Baustoffe keine nahezu gleichwertigen Alternativen. Ein Verbot von diisocyanatehaltigen Baustoffen würde fast der Lahmlegung der gesamten Bauindustrie gleichkommen.

Daher wurde in der EU entschieden, dass die Gefährdung durch Diisocyanate sehr ernst genommen werden muss, ihr Einsatz aber zunächst nicht untersagt wird, sondern der freie Verkauf stark einzuschränken ist.
Auf diese Weise sollen die Interessen aller Beteiligten gleichermaßen Berücksichtigung finden: Die Bauindustrie kann weiter die über viele Jahre entwickelten und bewährten Baustoffe verwenden, die Arbeitnehmer werden aber dadurch vor möglichen Gefährdungen geschützt, dass die Baustoffe als Gefahrstoffe klassifiziert werden und beim Einsatz der Gefahr bewusst gemacht wird.
Die Gesundheitsgefährdung tritt in aller Regel nicht durch verarbeitete Baustoffe, die Diisocyanate enthalten, auf, sondern während der Verarbeitung.

Werden beispielsweise wasserbasierte Lacke mit einem Sprühgerät in Airbrush-Technik aufgetragen, so entstehen feine Aerosole, die von jedem Anwesenden eingeatmet werden können. So gelangen Diisocyanate in den menschlichen Organismus. Bauarbeiter, die täglich damit hantieren, sind der Gefahr täglich ausgesetzt. Sind dagegen diese gesprühten Lacke völlig ausgehärtet, sondern sie in aller Regel keine Diisocyanate mehr ab, sodass keine weitere Gefährdung von dem Baustoff mehr ausgeht.

Verordnung zu Diisocyanaten-Beschränkung

Die REACH-Beschränkungsregelung (EU-Kommission-Verordnung 2020/1149) sieht vor, dass ab dem 24.08.2023 Stoffe und Produkte mit Diisocyanaten nur noch dann frei für die gewerbliche und industrielle Verarbeitung erworben werden kann, wenn die Diisocyanaten-Konzentration darin unter 0,1 Gewichts-Prozent liegt. Das trifft aktuell allenfalls auf bestimmte Lacke, Wachse und Öle annähernd zu. Diese könnten bei geringer Reduzierung des Anteils an Diisocyanaten weiter frei verkäuflich bleiben.

Alle übrigen Stoffe, die Diisocyanaten enthalten, müssen dann zwingend einen Aufdruck aufweisen mit dem Text „Ab dem 24. August 2023 muss vor der industriellen oder gewerblichen Verwendung eine angemessene Schulung erfolgen.“ Der Verkauf und der Einsatz dürfen nur noch bei vorliegendem Schulungsnachweis erfolgen.

Die genannte Verordnung ist bereits in Kraft getreten.

Arbeitgeber und Selbstständige, bei denen Stoffe oder Produkte mit Diisocyanaten zum Einsatz kommen, sind daher gezwungen, selbst für die rechtzeitige Schulung der betroffenen Personen zu sorgen, wenn sie diese weiter beziehen können wollen. Die Teilnahme an einer entsprechenden Schulung sowie die erfolgreich bestandene Abschlussprüfung müssen vom Arbeitgeber oder Selbstständigen dokumentiert werden.

Die reine Anwesenheit vor Ort einer Person mit nachgewiesener Schulung reicht nicht aus, um alle Mitarbeiter mit diesen Gefahrstoffen arbeiten zu lassen. Jeder einzelne Mitarbeiter, der die Stoffe oder Produkte verwenden möchte, benötigt eine eigene Schulung.

Diisocyanate Schulung für Ihre Mitarbeiter

Schulungen zum sicheren Umgang mit Produkten, die Diisocyanate enthalten, müssen von Sicherheitsexperten und Experten für Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz gegeben werden. Eine Weitergabe des Fachwissens zu Diisocyanaten innerhalb eines Kollegiums ist nicht ausreichend.

Jeder einzelne Mitarbeiter, der mit Produkten, die Diisocyanate enthalten, arbeiten möchte, benötigt eine eigene Schulungsteilnahme und ein eigenes Zertifikat für die Diisocyanate Schulung.

Verfügt ein Betrieb nicht über Mitarbeiter mit entsprechendem Schulungszertifikat, so kann dieser nach dem 24.08.2023 keine diisocyanatehaltigen Stoffe mehr beziehen, soweit die Diisocyanate- Konzentration mindestens 0,1 Gewichtsprozente beträgt.

Die Schulungen sollen für einen angemessen geschützten Umgang mit diisocyanatehaltigen Gefahrstoffen sensibilisieren. Je nach verwendetem Stoff oder Produkt wird in drei Gefahrklassen eingeteilt. Dementsprechend gibt es auch drei Schulungstypen, die jeweils auf die unterschiedlichen Gefahrklassen abzielen.

Folgende Diisocyanate Schulungen sind für Ihre Mitarbeiter notwendig:

  • Wer ausschließlich nur Montageschäume mit Aerosoldosen schäumt, benötigt zum Beispiel nur die Basisschulung,
  • Wer dagegen beispielsweise Farben oder Beschichtungen streicht, spachtelt oder in einer Spritzkabine spritzt, benötigt zusätzlich zu der Basisschulung auch die Aufbauschulung.
  • Mitarbeiter, die Tätigkeiten ausüben, bei denen sie die Stoffe über 45 °C erwärmen, müssen zwingend alle drei Schulungen absolvieren: Die Basisschulung, die Aufbauschulung und die Fortgeschrittenenschulung.

Es ist daher sehr zu empfehlen, rechtzeitig die notwendigen Schulungen zu terminieren, um ab dem 24. August 2023 nahtlos weiter arbeiten zu können. 

Der Sicherheitsexperte Donato Muro führt die erforderlichen Schulungen für Sie durch. Vereinbaren Sie bitte einen kurzen Besprechungstermin zur Abstimmung der passenden Schulungstermine.

Aufzeichnung des kostenlosen Webinars von Sicherheitsingenieur.NRW

Folien als PDF zum Downloaden

Hier die PDF “Beschränkung von Diisocyanaten unter REACH: Was industrielle und gewerbliche Verwender und Lieferanten beachten müssen” herunterladen.

Wie sieht eine professionelle Baustellenüberwachung aus?

Mit einer professionellen Baustellenüberwachung werden Diebstähle und Vandalismus unterbunden. Was ist dabei zu beachten? Jetzt online informieren.

Mit einer professionellen Baustellenüberwachung zu mehr Sicherheit

Ungesicherte Baustellen laden zu Diebstahl und Vandalismus ein! Teure Baumaterialien und wertvolle Fahrzeuge sind eine leichte Beute, wenn die Baustelle nicht mit Kameras bestückt ist oder die Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes regelmäßig ihre Runden drehen. Eine Baustellenüberwachung, wie sie vom Anbieter alinotec empfohlen wird, sichert große wie kleine Baustellen ab, sodass Einbrecher und Vandalen keinen Schaden anrichten können und der Baubetrieb reibungslos und ohne Unterbrechungen vonstattengehen kann.

Eine Baustellenüberwachung sichert teure Güter und Materialien! (link)

Was wird unter einer professionellen Baustellenüberwachung verstanden?

In einfachen Worten handelt es sich bei einer professionellen Baustellenüberwachung um eine durchgehende Kontrolle der Innen- und Außenbereiche einer Baustelle. Diebe und Eindringlinge können so erkannt und abgeschreckt und im Ernstfall festgesetzt werden. Außerdem bietet eine Baustellenüberwachung Schutz vor Sachbeschädigungen, die in der Regel mit hohen Kosten verbunden sind.

Eine professionelle Baustellenüberwachung setzt sich aus zwei Komponenten zusammen. Zum einen wird das gesamte Areal mit Kameras, Lampen und Warnschildern bestückt. Wenn diese Maßnahmen nicht ausreichend sind, kontrolliert ein professioneller Sicherheitsdienst vor Ort.

Die Funktionen einer professionellen Baustellenüberwachung

Die Basis einer professionellen Baustellenüberwachung stellen mobile oder fest installierte Kameras dar. Diese besitzen allein schon durch ihre Präsenz eine abschreckende Wirkung. Es empfiehlt sich, die Kameras mit einer Einbruchmeldeanlage zu verbinden. Binnen weniger Sekunden werden die Eindringlinge zum Verlassen der Baustelle aufgefordert. Gleichzeitig wird die Polizei oder ein Wachdienst in der Nähe alarmiert. Eine Baustellenüberwachung übernimmt also die folgenden Funktionen:

  • Abschreckung von Dieben und Eindringlingen
  • Einbruchmeldung
  • Unfallvermeidung infolge eines unerlaubten Betretens der Baustelle
  • Sofortige Benachrichtigung von Polizei oder Sicherheitsdienst

Baustellenüberwachung – das ist wichtig!

Die Dimensionierung der Überwachungsmaßnahmen hängt von der Größe des Areals ab und von den Risiken, die auftreten können. Bei geringer Gefahr kann der Schutz ausreichend sein, der von den ohnehin anwesenden Arbeitern ausgeht. In anderen Fällen muss ein Schutzzaun gezogen und zusätzliche Maßnahmen ergriffen werden, um das Baustellengelände zu schützen.

Kleine Baustellen mit wenig Gefahrenpotenzial

Wenn keine nennenswerten Gefahrenstellen existieren und die Baustellenfahrzeuge sicher verschließbar sind, genügt in der Regel ein Bauzaun. Für die Nacht sind ein oder mehrere Lichtmasten ausreichend, sofern Schilder aufgestellt werden, die auf eine Videoüberwachung hinweisen.

Baustellen mit wertvollen Gütern

Sofern sich wertvolle Güter in Form von Baumaterialien oder Baustellenfahrzeugen und Maschinen auf dem Gelände befinden, sollte eine Personen- und Fahrzeugkontrolle stattfinden. Zusätzlich sorgen fest installierte oder mobile Kameras, die auch funktionstüchtig sind, für mehr Sicherheit. Außerdem kann ein Sicherheitsdienst dafür sorgen, dass der Betrieb der Baustelle nicht aufgehalten wird.

Großbaustellen

Eine Großbaustelle ist unübersichtlich und zieht Eindringlinge und Diebe regelrecht an. Daher halten es Experten für sinnvoll, ein umfassendes Sicherheitskonzept zu entwickeln, das die Installation einer dauerhaften Videoüberwachung und die Beauftragung eines Sicherheitsdienstes beinhaltet. Zusätzlich sind Zutrittskontrollen sinnvoll.

Der Ablauf einer Baustellenüberwachung

Damit die Baustellenüberwachung wirksam eingerichtet werden kann, sollten Bauunternehmen und Anlagenbetreiber nach dem folgenden Schema vorgehen:

  1. Gefahren- und Risikoanalyse

Die Auswahl der zur Verfügung stehenden Sicherheitsvorkehrungen hängt von den folgenden Aspekten ab:

  • Größe und Lage der Baustelle
  • Wert der Materialien, Fahrzeuge und Maschinen
  • Übersichtlichkeit des Geländes
  • Dauer der Bautätigkeiten
  1. Zusammenstellung der erforderlichen Maßnahmen

Die Maßnahmen werden den Risiken angepasst. Sind diese gering, sind ein Bauzaun, Warnbeschilderung, Strahler und Bewegungsmelder ausreichend. Mittlere Risiken bedürfen zusätzlicher Kamerasysteme und einer Fernüberwachung. Bei großen Risiken empfiehlt sich die regelmäßige Kontrolle durch Sicherheitsdienste.

  1. Praktische Umsetzung des Sicherheitskonzepts

Bei der Realisierung des Konzepts kann das Bauunternehmen eigene Zäune aufstellen, Kameras installieren und eigenes Personal beauftragen, um die Baustelle zu sichern. Es empfiehlt sich jedoch, die Überwachung in professionelle Hände zu legen und ein spezialisiertes Überwachungsunternehmen zu verpflichten.

Vorteile einer professionellen Baustellenüberwachung

Zusammenfassend bietet eine professionelle Baustellenüberwachung für Bauunternehmen eine ganze Reihe von Vorteilen:

  • Überwachung rund um die Uhr, selbst wenn das Baugelände unübersichtlich ist.
  • Schutz vor Vandalismus, Diebstählen, Graffitis, Sachbeschädigung und Sabotage.
  • Absicherung gefährlicher Bereiche.
  • Einsparung von Personalkosten durch Kamerasysteme.
  • Keine Wiederbeschaffungskosten von Werkzeugen, Baumaterialien, Baumaschinen und Fahrzeugen.
  • Verzögerungen, die Strafzahlungen nach sich ziehen können, werden vermieden.
  • Vermeidung von Unfällen durch unerlaubtes Betreten.

Darf der Sicherheitsbeauftragte sein Amt niederlegen?

Arbeitsschutz, Arbeitssicherheit und die Verbesserung der Gesundheit nehmen eine zentrale Rolle im Arbeitsalltag in Unternehmen ein. Die Unternehmen haben die Pflicht, die Mitarbeitenden vor gesundheitlichen Belastungen und Gefahren zu schützen. Aus diesem Grunde werden Sicherheitsbeauftragte aus der Mitarbeiterschaft bestellt. Doch wie wird man es, welche Aufgaben muss man in dem Amt erfüllen und darf der Sicherheitsbeauftragte sein Amt niederlegen?

Was ist ein Sicherheitsbeauftragter?

Der Sicherheitsbeauftragte, kurz SiBe, wird vom Unternehmen bestellt, um die Unternehmensleitung in der Wahrnehmung ihrer Aufgaben zum Schutz der Gesundheit der Mitarbeitenden zu unterstützen. Der oder die Beauftragte übernimmt diese Aufgaben zusätzlich zu seiner oder ihrer normale Tätigkeit im Unternehmen. Es ist also ein Ehrenamt und wird nicht zusätzlich vergütet.

Wann muss ein Beauftragter für Sicherheit bestellt werden?

Die rechtliche Grundlage für die Bestellung des Sicherheitsbeauftragten findet sich im Siebten Sozialgesetzbuch. Aus § 22 Absatz 1 SGB geht hervor, dass jedes Unternehmen mit mehr als 20 Beschäftigten schriftlich einen Beauftragten für Sicherheit bestellen muss. In Unternehmen mit vielen Beschäftigten gibt es mehrere Beauftragte. Wie viele das sein sollten und aus welchen Bereichen des Unternehmens sie bestellt werden, ist in der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung DGUV Vorschrift 1 und im §20 Absatz 1 näher erläutert. Neben der reinen Anzahl sind hier auch fachliche, zeitliche und räumliche Nähe der SiBe zu den Beschäftigten wichtige Kriterien.

Wie viele Sicherheitsbeauftragte braucht ein Unternehmen: SiBe-Rechner

Die Aufgaben des Sicherheitsbeauftragten

Die SiBe unterstützen ihre Arbeitgeber auf ihrer Arbeitsebene bei der Einhaltung der Vorgaben zum Gesundheits- und Arbeitsschutz. Sie sind für die Mitarbeitenden die ersten Ansprechpersonen in allen sicherheitstechnischen und gesundheitsschutzrelevanten Fragen und stellen die Einhaltung der Vorgaben sicher. Zudem nehmen sie in der Belegschaft eine Vorbildfunktion ein und wirken mit ihrem Auftreten auf das sicherheitsrelevante Verhalten der Mitarbeitenden ein. Sie ersetzen allerdings nicht eine Fachkraft für Arbeitssicherheit oder den Betriebsarzt, arbeiten jedoch eng mit diesen Personen zusammen.

Der SiBe übernimmt durch die Ausübung seines Ehrenamtes keine rechtliche Verantwortung für Unfälle, Gefahren und Mängel und hat auch keine Weisungsbefugnis gegenüber den anderen Mitarbeitenden. Die Rolle des SiBe ist ausschließlich unterstützenden und beratend.

Zu den Aufgaben zählen vor allem:

  • regelmäßige Prüfung der Schutzeinrichtungen und Schutzausrüstungen der Mitarbeitenden
  • Meldung von sicherheitsrelevanten Mängeln an die Unternehmensleitung
  • Information und Beratung der Mitarbeitenden in Belangen des Umgangs mit Maschinen, Anlagen und Arbeitsstoffen
  • Teilnahme an Betriebsbegehungen
  • Untersuchung von Unfällen und typischen Berufskrankheiten
  • Prüfung der Wirksamkeit getroffener Maßnahmen

Rechte von Beauftragten für Sicherheit

Aus den Aufgaben ergeben sich auch besondere Rechte der Beauftragten für Sicherheit. So dürfen sie in der Ausführung ihrer eigentlichen Tätigkeit nicht benachteiligt werden. Die Funktion muss während der Arbeitszeit ausführbar sein. Die Wahrnehmung von Fortbildungs- und Ausbildungsangeboten muss gewährt werden. Sie haben das Recht auf Einsicht in Unfallstatistiken und Ergebnisse von Unfalluntersuchungen im Zuständigkeitsbereich. Außerdem dürfen sich die Beauftragten für Sicherheit ungehindert und frei in ihrem Zuständigkeitsbereich bewegen, jederzeit Verbesserungsvorschläge zum Thema Arbeits- und Gesundheitsschutz machen.

So wird man Beauftragter für Sicherheit

Um Sicherheitsbeauftragter in einem Unternehmen zu werden, ist keine besondere Ausbildung notwendig. Oft genügen Schulungen bei der Berufsgenossenschaft, um die übertragenen Aufgaben zur Arbeitssicherheit und dem Gesundheitsschutz in vollem Umfang und eigenständig wahrzunehmen.

Die Besetzung der Position sollte dennoch mit befähigten Mitarbeitenden erfolgen. Zum einen sollte die Person in der Belegschaft angesehen sein und ein gewissen Vertrauen genießen. Zum anderen ist eine fachliche und örtliche Nähe zu den Bereichen, die er betreut wünschenswert. So gut auch die Buchhalterin ist, geht es um die Schutzkleidung von Mitarbeitenden, den sorgsamen Umgang mit Gefahrenstoffen, das Anlernen von Mitarbeitenden in neuen Arbeitsabläufen oder an neuen Maschinen, ist ein erfahrener Mitarbeiter aus der Produktion, der diese Aufgaben womöglich jeden Tag selbst ausführt, deutlich besser geeignet.

Zusätzliche freiwillige Schulungen und Weiterbildungen beim Unfallversicherungsträger weiten die Kenntnisse des SiBe aus.

Die Ausbildung zum Sicherheitsbeauftragten bei Sicherheitsingenieur.NRW: Online-Schulung im Selbststudium

Die Niederlegung des Ehrenamts als Sicherheitsbeauftragter

Hat ein Arbeitnehmer das Ehrenamt übernommen, ist er nicht dauerhaft an dieses Amt gebunden. Das Ehrenamt kann niedergelegt werden. Es gibt verschiedene Gründe, warum jemand die Rolle im Betrieb nicht mehr ausführen möchte. Seien es Meinungsverschiedenheiten mit anderen Mitarbeitern, Vorgesetzten oder der Unternehmensleitung, private Gründe oder das Fehlen von Zeit – immer wieder stellt sich im Arbeitsalltag die Frage, ob der SiBe die Funktion einseitig, also ohne die Zustimmung des Arbeitgebers, einfach niederlegen kann. Es sollte selbstverständlich sein, dass ein Ehrenamt jederzeit abgegeben werden kann, aber oft verstehen die Arbeitgeber die Tätigkeit nach der Übernahme als arbeitsvertragliche Pflicht und erschweren die Niederlegung des Amtes.

Leider beantworten die gesetzlichen Regelungen die Frage nach der Möglichkeit der Niederlegung des Amtes nicht ausdrücklich. Weder im Sozialgesetzbuch VII, noch in den DGUV Regeln noch den DGUV Informationen finden sich konkrete Aussagen. In der früheren GUV-I mit Stand vom Januar 2006 wurde das Recht auf Niederlegung des Ehrenamts allerdings festgeschrieben.

Auch wenn die derzeit geltenden Regelungen dieses Recht nicht mehr explizit erwähnen, ist die Rechtslage in Sachen Ehrenamt eindeutig. Die Arbeit als Beauftragter für Sicherheit ist weiterhin ehrenamtlich und freiwillig. Dieses Prinzip gilt nicht nur bei Bestellung, sondern eben auch bei dem Wunsch nach Niederlegung des Amtes. Da schon die Bestellung eines Beauftragten für Sicherheit freiwillig und nicht auf Anweisung erfolgen muss, gilt dies im Umkehrschluss auch für die Niederlegung des Amtes. Verglichen wird die Niederlegung des Ehrenamtes als Beauftragter für Sicherheit häufig mit der Tätigkeit im Betriebs- oder Personalrat. Nach § 24 Nr. 2 BetrVG dürfen sogar gewählte Mitglieder des Betriebsrates jederzeit ihr Amt niederlegen. Einen Grund, warum ein Mitarbeiter, der die Sorge um Gesundheitsschutz freiwillig und unentgeltlich übernommen hat, von diesem nicht einseitig jederzeit zurücktreten kann, ist also nicht ersichtlich. Ein unentgeltliches Ehrenamt ist nicht einem vertraglich vereinbarten Tätigkeitsbereich gleichzustellen.

Was ergibt sich darauf für Arbeitgeber?

Arbeitgeber sind wie oben erwähnt, ab einer gewissen Betriebsgröße dazu verpflichtet, Mitarbeiter mit dem Ehrenamt des Beauftragten für Sicherheit zu betrauen. Da diese Arbeit freiwillig ist, kann dieses Amt nicht einseitig erzwungen besetzt oder ein scheidender Beauftragter durch Weisung ersetzt werden. Da sich für die Ausübung des Amtes auch Rechte auf Freistellung und Fortbildung ergeben, entstehen den Arbeitgebern häufig Kosten für die Beauftragten für Sicherheit. Umso wichtiger ist es für die Unternehmensleitung, von Anfang an bei der Auswahl des Beauftragten für Sicherheit sorgfältig vorzugehen. Die Wichtigkeit des Amtes und der damit verbundenen Aufgaben sollte betont und regelmäßig der Belegschaft vermittelt werden. Dieses Amt ist keine Pflicht oder Schikane, sondern dient dem Wohl jedes einzelnen Beschäftigten.

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Was ist der Unterschied zwischen FASI, Sifa, SiBe, Fachkraft für Arbeitssicherheit, Sicherheitsfachkraft, Sicherheitsbeauftragter?

Unsere beliebteste Online-Schulung: SiGeKo im Selbststudium

Baustellen im Winter: So erkennen Sie kältebedingte Risiken und sorgen für eine sichere Arbeitsumgebung

Früher wurden die meisten Baustellen bei Frost, Eis und Schnee für mehrere Monate in den Winterschlaf versetzt. Denn die wichtigsten Materialien, vorneweg der Zement, konnten der Kälte nicht ohne Verluste standhalten. Heute jedoch bleiben zahlreiche Baustellen dank der technischen Weiterentwicklung von Zement & Co. auch in der dunklen Jahreszeit in Betrieb. Das ist gut für Produktivität und Umsatz, birgt jedoch zusätzliche Gefahren für die Mitarbeiter.

Podcast zum Artikel.

Erfahren Sie in diesem Artikel, worauf Sie als SiGeKo auf Ihrer Winterbaustelle achten müssen und wie Sie die wichtigsten Risiken mindern können.

Schichtbeginn im frostigen Morgengrauen, Feierabend bei einbrechender Dunkelheit:  Im Winter sorgt allein das abnehmende Tageslicht für veränderte Arbeitsbedingungen auf Baustellen. An manchen Tagen scheint es sogar permanent dämmrig zu bleiben. Hinzu kommen die Gefahren durch Frost, Kälte und Schnee. Deshalb brauchen SiGeKo und Bauleiter im Winter ein besonders aufmerksames Auge, wenn es darum geht, für maximale Sicherheit auf der Baustelle zu sorgen.

Denn die größten Risiken der Winterbaustelle sind auf den ersten Blick oft gar nicht sichtbar.

Baustellenwege müssen täglich auf Glätte geprüft werden

Wer schon einmal auf Glatteis ausgerutscht ist, weiß, wie tief der Schrecken sitzt – denn wir stürzen meist nur dann, wenn wir die Glätte gar nicht bemerkt haben, weil sie für unser Auge nicht sichtbar war. Dieses Risiko ist vor allem morgens und abends besonders hoch, wenn Dämmerung herrscht und wir nicht erkennen können, ob der Untergrund lediglich nass oder bereits gefroren ist. Manchmal kann sich Glätte auch unter harmlos erscheinendem Laub oder einer dünnen Schicht Schnee verbergen.

Für Baustellen gibt es keinen regulären, gemeindlich organisierten Winterdienst. Deshalb ist es unerlässlich, nach einer kalten Nacht zu prüfen, ob alle Flächen sicher betreten werden können, und sie gegebenenfalls entsprechend zu präparieren. Ein Eimer Streusalz sollte deshalb auch auf Kleinbaustellen immer vorrätig sein, um die wichtigsten Gehwege zu sichern.

Auf manchen Großbaustellen ist es durchaus üblich, dass Mitarbeiter mit dem Fahrrad von A nach B fahren. Sie sollten darauf achten, dass sie Spikes an ihren Rädern haben – selbst dann, wenn auf der Baustelle seitens des Bauleiters täglich gestreut wird. Vor allem die Kombination von Eis und Sand kann schnell zur Falle werden, weil die Bremsen komplett versagen und das Rad ins Schleudern gerät. Doch auch gestreute Wege bergen noch Gefahren: Gröbere Streusalzkörner verlängern den Bremsweg, weshalb das Tempo im Winter gedrosselt werden sollte.

Tückisch wird Frost auch auf Metalloberflächen, etwa bei Gerüsten oder den Trittflächen von Leitern. Sie können extrem rutschig werden, wenn nach einer eisigen Nacht die Sonne herauskommt. Nicht nur deshalb sollten sie immer nur mit Profisohlen betreten und mit Arbeitshandschuhen angefasst werden. Denn gefrorenes Metall kann an der feuchten Haut kleben bleiben und beim Losreißen schmerzhafte Schürfwunden verursachen.

Wintersichere Arbeitskleidung mit Reflektoren beugt Unfällen vor

Auf der Winterbaustelle kann die richtige Ausrüstung Leben retten: Schuhe mit schneesicheren Profilsohlen sind ebenso essenziell wie die passenden Handschuhe, welche die Finger nicht nur warm halten, sondern auch ihre Beweglichkeit garantieren und aus robusten, griffsicheren Materialien bestehen.

Die S3 Sicherheitsschuhe gibt es beispielsweise auch mit einem Extra-Profil und einer dicken Fütterung. Sie hält die Füße selbst bei Minusgraden warm. Zusätzlich können Thermosocken zum Einsatz kommen, die den Isolationseffekt der Fütterung noch einmal verstärken.

Auch die Kleidung sollte der winterlichen Kälte und Dunkelheit angepasst werden. Die so genannte High Visible Arbeitskleidung ist insbesondere im Bereich des Oberkörpers mit Hochleistungsreflektoren ausgestattet und bietet damit eine optimale Sichtbarkeit bei Schmuddelwetter und einbrechender Dämmerung. Wenn die Witterung ungemütlich wird, reicht der Helm außerdem oft nicht mehr aus, um den Kopf warm zu halten – und kühlt der Kopf aus, folgt nach und nach der gesamte Körper. Dünne Mützen aus atmungsaktivem Hightech-Material lassen sich problemlos unter den Helm tragen und schützen die empfindlichen Ohren vor Zugluft und Feuchtigkeit.

Wer auf der Baustelle mit leicht brennbaren Chemikalien zu tun hat oder sich häufig im Funkenflug befindet – etwa beim Schweißen – , sollte jedoch eine spezielle Mütze aus feuerfestem Material wählen.

Eine gute Alternative zur Kombination Helm & Mütze bieten Helme mit Styroporauskleidung im Inneren. Sie werden liebevoll als „Iglo-Helme“ bezeichnet und eignen sich für Menschen, die unempfindlich an den Ohren sind und denen es vollkommen genügt, wenn der Kopf ausreichend gewärmt wird.

Thermokleidung als Sicherheitsfaktor: Unterkühlung ist ein Unfallrisiko

Extrawarme Thermokleidung ist als Sicherheitsfaktor nicht zu unterschätzen. Ständiges Frieren mindert die Konzentration und raubt Energie. Der Organismus muss dann permanent auf Hochleistungstouren arbeiten, um seine Idealtemperatur zu halten. Frieren wir dauerhaft, kann sich rasch Erschöpfung und Müdigkeit einstellen, was wiederum zu einer höheren Fehleranfälligkeit führt.

Gleichzeitig ist es wichtig, beweglich zu bleiben. Am besten kleidet man sich bei niedrigen Temperaturen im Zwiebelprinzip und trägt als Basis leichte, wärmende Sportunterwäsche. Atmungsaktive Layer unter der Jacke machen jede Bewegung mit uns transportieren den Schweiß schnell wieder nach außen ab.

Beleuchtung der wichtigsten Wege mit mindestens 20 Lux

Im Dezember wird es schon nachmittags dunkel, sodass unbedingt auf gut ausgeleuchtete Verkehrswege innerhalb der Baustelle geachtet werden muss. Sie sollten mit mindestens 20 Lux flächendeckend bestrahlt werden, um die Sicherheit des Teams gewährleisten zu können.

Da moderne LED Lampen keine Wärme entwickeln, müssen sie regelmäßig vom Schnee befreit werden, um in voller Stärke arbeiten zu können. Bei klassischen Lampen tauen Schnee und Eis mit der Zeit von alleine weg.

Vor allem die Sicherheits- und Rettungswege einer Baustelle müssen in der Dämmerung bestens sichtbar sein.

Die gefährlichsten Unfälle auf Baustellen sind ganzjährig in erster Linie Stürze – zum Beispiel von einem Gerüst, einer Leiter oder auch hinab in eine Grube. Diese Gefahr potenziert sich in den Wintermonaten um ein Vielfaches. Deshalb muss morgens immer genügend Zeit eingeplant werden, um die Gerüstflächen von Eis und Schnee zu befreien und die gesamte Ausrüstung genauer unter die Lupe zu nehmen.

Löcher, die mit Brettern abgedeckt wurden, sollten zusätzlich gekennzeichnet werden. Schnee verändert die gesamte Optik der Baustelle, da er sich wie eine dicke weiße Decke über den Untergrund legt und alles „gleich“ aussehen lässt. Sprich: Sind die Löcher und Gruben nicht extra gekennzeichnet, besteht die Gefahr, dass ein Mitarbeiter auf den Holzplanken ausrutscht oder versehentlich mit einem schweren Baustellenfahrzeug darüber fährt und einbricht.

Pausenräume und Toiletten müssen ausreichend beheizt werden

Zum Arbeitsschutz gehört auch der Schutz des Immunsystems. Wer in der Kälte arbeitet, muss die Möglichkeit haben, sich in den Pausen aufzuwärmen. Deshalb ist es gesetzlich vorgeschrieben, dass die Pausenräume in den Baucontainern eine Temperatur von 21 Grad haben müssen. Überdies sollten sie Möglichkeiten bieten, nasse Jacken zum Trocknen aufzuhängen.

Die Toiletten und Waschräume sollten ebenfalls beheizt werden. Die Baustellenmitarbeiter sollten überdies dazu ermuntert werden, alle körperlichen Symptome, die auf eine Unterkühlung hinweisen, ernst zu nehmen und sich bei wiederholtem Husten und Niesen krankzumelden – auch und insbesondere zum Schutz der Kollegen.

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