Behavior Based Safety – präventive und kontinuierliche Sicherheit
Früher oder später werden Unternehmer mit dem Thema Arbeits- und Brandschutz konfrontiert. Deshalb sollte sich bereits im Vorfeld um die Sicherheit gekümmert werden. Sicherheitsexperten und Sicherheitsberater wie Donato Muro vertreten die Meinung, dass ein Konzept wichtig ist, da die Ausführung von Arbeit nicht vom Zufall abhängen sind.
Definition von BBS
Das Behavior Based Safety-System ist unter anderem eine Unterstützung von der direkten Kommunikation unter den Mitarbeitenden, indem die Vorgehensweise besprochen und Wege für zukünftig sichere Handlungen gesucht werden. Die verhaltensorientierte Arbeitssicherheit unterstützt bei der Entwicklung von sicheren Arbeitstechniken. Positive Intervention soll das unsichere Verhalten von Mitarbeitenden ändern.
Im Bereich der Arbeitssicherheit gilt BBS für die Änderung des Verhaltens als die erfolgreichste Methode. Der Faktor, dass gemäß Statistiken über 85 Prozent der Arbeitsunfälle anteilig auf das persönliche Verhalten zurückzuführen sind, muss berücksichtigt werden.
Behavior Based Safety soll Mitarbeitende dazu motivieren, das eigene Verhalten zu hinterfragen.
Verhalten als Ursache
Für den Erfolg der Behavior Based Safety-Systeme ist die Auseinandersetzung mit dem Verhalten sowie den Motiven von den Mitarbeitenden, welche zu der Verhaltensweise führen, notwendig.Ein Verhaltensmuster ist die persönliche Abschätzung eines Nutzens, welcher aus den persönlichen Erfahrungen besteht. Das ABC-Modell ist eine Möglichkeit zur Erklärung für den Sachverhalt:
Activator
Menschen haben die Tendenz, mit ihrem Verhalten einen Vorteil zu erwarten. Bestimmende Faktoren für diesen Vorteil sind unter anderem:
Anerkennung
Lob
Zeitgewinn
finanzielle Anreize
Arbeitserleichterung
Ein Lob führt zum Versuch, das positive Verhalten zu wiederholen, um erneutes Lob zu erhalten.
Behavior – sichtbares Verhalten
Consequenz
Konsequenz sind sämtliche Effekte aus dem aktiven Verhalten. Weist der Vorgesetzte kontinuierlich auf Mängel hin, ist die Einhaltung der Arbeitsschutzrichtlinien gegeben. Kontraproduktiv ist die Reaktion lediglich auf Mängel.Es handelt sich um Tadel, begründet durch falsches Verhalten und nicht um Lob für ein richtiges Verhalten. Der daraus entstehende Effekt ist der zukünftige Versuch des Versteckens von diesem Verhalten. Wird die Anerkennung von richtigem Verhalten als Gegenteil nicht gelebt, ist der Effekt wiederkehrend. Die Regeln werden unter Beobachtung eingehalten. Unbeobachtet kommt das alte Verhalten wieder zum Vorschein. Demzufolge ist für eine kontinuierliche und richtige Verhaltensänderung eine Belohnung notwendig. Dazu reicht bereits ein einfaches Lob aus.
Kontinuität
Wird ein unsicheres oder riskantes Verhalten geduldet oder einmal getadelt und dann wieder gelobt, wird es keine Veränderung im Verhalten aufgrund fehlender Glaubwürdigkeit geben.
Zeitliche Zuordnung bei der Verhaltensänderung
Bei einem positiven Verhalten sollte ein Lob zeitnah und nicht nach Tagen ausgesprochen werden. Dies gilt auch für die Rüge nach einem falschen Verhalten.
Grundprinzipien der BBS-Systeme:
Lob bei richtiger Verhaltensweise
Kontinuität als klares Bekenntnis zur Arbeitssicherheit
höhere Effektivität durch zeitnahes Lob
Unbewusste Verhaltenseinflüsse
Passiven Faktoren wie die Suche nach der persönlichen Herausforderung, Unterschätzen der Eintrittswahrscheinlichkeit für einen Unfall sowie Gewohnheit können nicht ohne Weiteres beeinflusst werden. Diese beeinflussen sowohl das Verhalten im Alltag als auch die Empfindung gegenüber den Maßnahmen für die Sicherheit.
Eine langfristige und nachhaltige Verbesserung der Arbeitssicherheit setzt die eingehende Beschäftigung damit voraus.
Vorgehensweise zur Umsetzung von BBS
Für ein erfolgreiches Behavior Based Safety-System muss auf richtiges und falsches Verhalten konsequent und schnell reagiert werden. Vorgesetzte können dies alleine nicht leisten. Für eine breitere Basis müssen so viele Angestellte wie möglich aktiv mitarbeiten. Damit erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für kontinuierliche Beobachtungen und Feedbacks. Jede gemachte Beobachtung dient der persönlichen Sensibilisierung, indem sich der beobachtende Mitarbeiter im Vorfeld Gedanken über die Sicherheit oder Unsicherheit der Handlung machen muss respektive weshalb sie auf diese Art vollzogen werden.
Der Versuch, möglichst alle Mitarbeitenden mit einzubeziehen, gestaltet sich deshalb schwierig, weil sich diese nicht gegenseitig belasten wollen. Eine offene Fehlerkultur verhindert das unsichere Verhalten. In der Regel ist das BBS-System anonym, damit das Beobachtungsprinzip nicht zur Durchführung von Strafen genutzt wird. Die Förderung des offenen Umgangs mit Fehlern ist Aufgabe des Managements, zusammen mit Sicherheitsexperten, wie beispielsweise Donato Muro.
Auswertung von Beobachtungen
Zur statistischen Auswertung von Beobachtungen sind detaillierte Informationen bezüglich des unsicheren Verhaltens notwendig. Diese Informationen dürfen jedoch nicht für disziplinarische Maßnahmen zur Verwendung kommen. Schriftliche Auswertungen über Beobachtungen dürfen keine Rückschlüsse auf die beobachtete Person, Ort und Zeit, ermöglichen. Die daraus resultierenden Statistiken können zu Schulungszwecken genutzt werden.
Unter Umständen ergibt sich aus den Statistiken die Erkenntnis für ein grundsätzliches Problem. Damit werden wertvolle Information aus der konventionellen Sicherheitsarbeit gewonnen.
Kommunikation bestimmt den Erfolg
Den Mitarbeitenden müssen folgende Informationen zur Verfügung stehen:
Erwartungshaltung
Möglichkeiten
Ausmaß
Zeitplan
Folgen
aktueller Status
Regeln für den offenen Umgang mit Fehlern
Nicht selten scheuen sich Mitarbeitend aus Respekt von negativen Konsequenzen, Fehler offen zuzugeben. Klare Regeln verhindern eine falsche Nutzung. Ungenügende Maßnahmen wirken sich störend auf das Beteiligungssystem aus. Die Erkenntnis der Mitarbeitenden, dass auf Beobachtungen keine Maßnahmen erfolgen, führt zum Verlust des Interesses an der Mitarbeit. Auch wenn keine Maßnahmen zu Tragen kommen, muss dies kommuniziert werden.
Belohnung zur Erhöhung von der Beteiligung
Belohnung müssen sich an der Qualität orientieren. Diese sind die einfachste Möglichkeit, um mehr Beteiligung zu erreichen, beispielsweise die in einem vordefinierten Zeitraum anzahlmässige Beobachtungen.Schwierig dabei ist, dass, um am System für die Belohnung teilzunehmen, möglicherweise minderwertige Beobachtungen aus qualitativer Sicht protokolliert werden.Die bessere Variante ist die Bewertung von der Qualität, beispielsweise über die Schadensmatrix, und entsprechende Belohnung. Darin werden die Schwere des Schadens und die Wahrscheinlichkeit für einen Eintritt eingetragen. Tritt der Schaden oft, jedoch mit geringen Auswirkungen auf, fällt die Matrix entsprechend kleiner aus. Mit der Stärkung von sicheren Verhaltensweisen minimieren sich die Unsicherheiten im Verhalten und in der Folge die Minimierung der Unfallwahrscheinlichkeit.
Motivation zur Verhaltensänderung
In einem ersten Schritt wird das richtige Verhalten definiert. Dies ist Sache des Vorgesetzten mit Erklärungen zu den Motiven zum Thema sicheres und besseres Arbeiten.
Kontrolle als positiver Faktor
Bei dem System geht es nicht um die Überwachung der Angestellten, sondern um Aufmerksamkeit. Diese zeigt einerseits das Interesse am Arbeitsschutz und andererseits die Bereitschaft, Abläufe zu verbessern. Gibt es Hinweise, auf Probleme im Arbeitsablauf, sind diese eine wichtige Erkenntnis zur gemeinsamen Lösungsfindung.
Anwendung von BBS in der Praxis
Behavior Based Safety ist eine Form von systematischer Anerkennung und im Endeffekt kollegiale Wertschätzung. Vertrauen und Feedback sind wichtig. Nur durch Feedback kann gelernt und das Verhalten geändert werden.
Vertrauen in BBS
Vertrauen spiel eine sehr große Rolle. Denn bei Behavior Based Safety geht es um unterstützendes Verhalten. Vorgesetzte sind gefordert, ihre Mitarbeitenden bei der Hinterfragung ihres Verhaltens zu bestärken. Die verhältnismäßig geringe Investition bietet sich für jedes Unternehmen an, unabhängig von der Größe. Die Mitarbeitenden sollten während des Prozesses die Möglichkeit für Freiräume haben, um über das Thema diskutieren zu können.
Vorteile des Vorgehens
Damit wird das Know-how der Mitarbeitenden genutzt und gleichzeitig die Akzeptanz für die Verhaltensdefinitionen erhöht. Ein Vertrauensvorschuss der Vorgesetzten in die Mitarbeitenden spiegelt sich oft in der Motivation der Angestellten wider.
Schrittweise Einführung von BBS
Nachdem der Definition des Verhaltens erfolgt die Zielsetzung, welche so konkret wie möglich sein sollte, da Veränderungen im Verhalten manchmal sehr langsam vorankommen. Bei der Feststellung, dass beispielsweise nur fünfzig Prozent der Fälle in einem bestimmten Zeitfenster umgesetzt werden, sollte das Ziel neu definiert werden. Neue Zielsetzungen sind eine zusätzliche Motivation für Veränderungen. Es geht nicht nur darum, besser zu werden, sondern die definierten Ziele zu erreichen.
Erfassung der Daten
Die Daten werden regelmäßig erfasst und ausgewertet, beispielsweise mit gemeinsam definierten Beobachtungskarten, begleitet von ebenfalls regelmäßigem Feedback.
Die Sicherheit setzt sich aus verschiedenen Faktoren zusammen ✓ Arbeitskleidung und Unterweisungen sind sinnvoll ✓ Immer die Übersicht behalten ✓
Sicherheit auf Baustellen – das sollten Sie wissen
Baustellen zählen zu den gefährlichsten Arbeitsorten. Moderne Maschinen, digitale Technik und weitere Maßnahmen zur Unfallprävention haben die Sicherheit zwar verbessert, Unfälle können jedoch nicht komplett verhindert werden. Das liegt daran, dass sich die Arbeitsumgebung ständig verändert, die Witterungseinflüsse unberechenbar sind und die körperliche Beanspruchung enorm hoch ist. Zudem trägt ein großer Termin- und Zeitdruck zur Unfallhäufigkeit im Baubereich bei. Daher ist die Arbeitssicherheit auf einer Baustelle von großer Bedeutung. Wir erklären Ihnen im Folgenden, worauf Sie dabei achten sollten.
Baustellen sind häufig unübersichtlich. Viele Gewerke und Mitarbeiter verschiedene Firmen sind gleichzeitig auf der Baustelle zugange. Das macht die Arbeit noch gefährlicher. Wird beispielsweise am Dach gearbeitet, dann sind alle Personen, die sich darunter befinden, Gefahren ausgesetzt. Jedes Unternehmen muss dabei die individuelle Arbeitsschutz- und Verkehrssicherungspflicht erfüllen, die Hauptverantwortung liegt jedoch beim Bauherrn.
Um auf einer Baustelle die Übersicht zu behalten, empfiehlt sich eine Baustellen-Webcam, die den Überblick über das Projekt jederzeit gewährleistet. Weitere Informationen dazu finden Sie unter https://www.netco.de/baustellen-webcam/. Die Bauherren sind dazu verpflichtet, gewerkeübergreifende und baustellenspezifische Arbeitsschutz- und Sicherheitsmaßnahmen umzusetzen. Werden die Arbeiten von unterschiedlichen Firmen durchgeführt, dann muss durch den Bauherren ein Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinator bestellt werden, der die sichere Ausführung aller Arbeiten bereits ab der vorausgehenden Planung sicherstellt.
Welche Gefahren gibt es?
Auf der Baustelle können verschiedene Gefährdungen auftreten. Vor allem beim Arbeiten in großer Höhe oder in Gruben, im direkten Umfeld von Geräten und Maschinen sowie durch Lärm, Staub und Vibrationen entstehen Gefahren. Ebenso gefährden die in Baustoffen enthaltenen Gefahrstoffe, sowie die Witterungseinflüsse. Auch das Missachten des Arbeitsschutzes ist eine große Gefahrenquelle. Gerade die Vielzahl an Gefährdungen macht die Baustelle so gefährlich. Daher sollten Sie sich frühzeitig um erforderliche Maßnahmen für die Sicherheit und Gesundheit kümmern.
Unfallherde gilt es zu identifizieren und anschließend geeignete Maßnahmen einzurichten, um diese Risiken zu minimieren. Wer alle Gefahren kennt und zu verhindern versucht, erhöht damit die Sicherheit auf einer Baustelle. Essentiell ist, dass alle Mitarbeiter die Regeln kennen und wirklich umsetzen. Dazu gilt es, jedes an der Baustelle beteiligte Unternehmen zu unterweisen.
Welche Regeln gelten für den Arbeitsschutz?
Um die Sicherheit auf der Baustelle zu steigern, gibt es Vorschriften, die zu erfüllen sind. Wichtig dafür sind die Arbeitsschutzverordnung, die Arbeitsstättenverordnung, die Betriebssicherheitsverordnung und die Baustellenverordnung. Zudem hat die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin verschiedene Regeln zum Arbeitsschutz auf Baustellen veröffentlicht. Um Verletzungen durch Unwissenheit zu reduzieren und Gefahren zu vermeiden, sollten alle am Bauvorhaben beteiligten Personen im Vorfeld über Risiken und Sicherheitsvorkehrungen aufgeklärt werden.
Ebenso weisen Schilder und Sicherheitshinweise auf vorhandene Gefährdungen hin. Zu den Schutzmaßnahmen zählen zudem die richtige Arbeitskleidung. Sicherheitsschuhe, Schutzhelme, Gehörschutz, Schutzbrillen und vieles mehr sorgen für umfangreiche Sicherheit. Ebenso sind Vorkehrungen zu treffen, damit keine unbefugten Personen Zugang zur Baustelle haben.
Wie lassen sich Unfälle vermeiden?
Die meisten Unfälle im Baubereich entstehen durch Unaufmerksamkeit. Menschen rutschen aus, stürzen oder fallen. Rutschfeste Arbeitsschuhe und Sicherheitshinweise legen eine gute Grundlage. Gerade in Bereichen, in denen Menschen besonderen Gefahren ausgesetzt sind, sollten individuelle Sicherheitsmaßnahmen entwickelt werden. Dazu gehört ebenso die sachgerechte und sichere Lagerung der Baustoffe.
Gewerblich genutzte Fahrzeuge unterliegen generell einer regelmäßigen Prüfpflicht. Prüfumfang und sämtliche Prüfpflichten sind Bestandteil der DGUV Vorschrift 70.
Wie definieren sich gewerblich genutzte Fahrzeuge?
Ein gewerblich genutztes Fahrzeug ist ein Arbeitsmittel, das vom Arbeitgeber seinen Mitarbeitern zur Verfügung gestellt wird, siehe §1 Absatz 2, Nr.12, DGUV V 70. Arbeitgeber sind für die Sicherheit dieser Arbeitsmittel verantwortlich und müssen deren Arbeits- und Verkehrssicherheit nachweisen. Dienstlich oder geschäftlich genutzte Privatfahrzeuge sind von dieser Verordnung ausgenommen. In den Bereich der DGUV V70 Vorschrift fallen alle maschinell angetriebenen, nicht an Schienen gebundenen Landfahrzeuge und deren Anhängerfahrzeuge. Das gilt auch für fahrzeugtechnische Teile von Arbeitsmaschinen und Arbeitseinrichtungen, wenn diese selbstfahrend sind.
Was beinhaltet die DGUV V70 und warum ist sie so wichtig?
Die DGUV Vorschrift 70 ist am 1.Oktober 1990 in Kraft getreten. Ab 1.Mai 2014 wurde diese Vorschrift durch einige Änderungen ergänzt. Danach wurde die DGUV V70 in vier neue Kategorien eingeteilt: die DGUV Regeln, die DGUV Vorschriften, die DGUV Grundsätze und schließlich die DGUV Informationen. Die DGUV ist rechtlich bindend. In ihr sind die UVV (Unfallverhütungsvorschriften) festgehalten. Sie sind Bestandteil des Vorschriften-und Regelwerkes des Gesundheitsschutzes und der Sicherheit. Bereits 1884 trat das erste Unfallversicherungsgesetz in Kraft. Es ermächtigte die damaligen Berufsgenossenschaften schon, verbindliche Unfallverhütungsvorschriften zu erlassen.
Die Berufsgenossenschaft hat den Inhalt der UVV vorgeschrieben. Sie kann die Zahlung einer Versicherungsleistung verweigern, wenn die Einhaltung der UVV missachtet worden ist. Dieser Fall kann nach einem Unfall mit einem nicht ordnungsgemäß geprüften Dienstwagen eintreten. Da die Berufsgenossenschaften Träger der gesetzlichen Unfallversicherung sind, (§14 SGB VII), haben sie den gesetzlichen Auftrag, mit allen geeigneten Mitteln für die Verhütung von Arbeitsunfällen, Berufskrankheiten und arbeitsbedingten Gesundheitgefahren zu sorgen.
UVV müssen für jeden Betriebsangehörigen immer zugänglich und sichtbar sein, z.B. durch einen Aushang im Betrieb. Kann das nicht gewährleistet werden, droht ein Bußgeld. Arbeitgeber dürfen nur Fahrzeuge zur Verfügung stellen, die sich in einem einwandfreien technischen Zustand befinden; das bedeudet, sie müssen betriebssicher sein. Auch bei den Arbeitsplätzen im Fahrzeug muss die Sicherheit gewährleistet sein.
Einmal jährlich müssen gewerblich genutzte Fahrzeuge durch einen Sachkundigen, bzw. eine Befähigte Person geprüft werden.
Wer kann die Fahrzeugprüfung nach UVV durchführen?
Dazu ist es notwendig, die Frage zu beantworten: Was ist der Unterschied zwischen einem Sachkundigen und einer Befähigten Person?
Aus der Betriebssicherheitsverordnung geht das nicht klar hervor. Der Sachkundige wird dort nicht definiert. Es werden nur fachkundige und befähigte Personen aufgeführt.
Als Sachkundiger gilt nach Kapitel 2 DGUV-Grundsatz314-003, wer aufgrund seiner Berufserfahrung und fachlichen Ausbildung ausreichende Kenntnisse auf dem Gebiet der Fahrzeugtechnik besitzt und mit den vorgegebenen staatlichen Arbeitsschutzvorschriften, Unfallverhütungsvorschriften und allgemeinen anerkannten Regeln der Technik, ausreichend vertraut ist.
Ein Sachverständiger muss genauestens den betriebssicheren Zustand von Fahrzeugen beurteilen können. Nowendig sind präzise Kenntnisse der VDE-Bestimmungen, der DIN-Normen und der BG-Regeln. Auch die technischen Regeln anderer Mitgliedsstaaten der Europäischen Union oder anderer Vertragsstaaten des Abkommens über den europäischen Wirtschaftsraum soll ein Sachverständiger kennen.
Als Befähigte Person gilt laut Betriebssicherheitsverordnung BetrSichV, wer aufgrund seiner Berufsausbildung- und erfahrung, sowie zeitnaher beruflicher Tätigkeit, über die erforderlichen Kenntnisse verfügt, um Arbeitmittel fachkundig prüfen und beurteilen zu können. Die Befähigte Person muss durch den Arbeitgeber schriftlich benannt werden.
Vereinfacht gesagt: Ein Sachkundiger ist immer eine Befähigte Person.
Die jährliche UVV-Prüfung für ein Fahrzeug umfasst:
lichttechnische Einrichtungen,
Scheibenwischer mit Waschanlage,
Überprüfung der Verglasung auf Beschädigung und freie Sicht,
Spiegel im Innen-und Außenbereich,
Hupe/Signalhorn,
Lenkung einschließlich Hydraulikanlage,
Bremsen/Handbremse, Bremsleitungen,
Reifenprüfung auf Luftdruck, Verschleiß, Profiltiefe und Allgemeinzustand,
Betriebsanleitungen vom Hersteller müssen vorhanden sein.
DGUV 70 Prüfung Kosten
Kosten einer UVV für Fahrzeuge betragen zwischen 15 und 110 Euro. Diese Prüfung ersetzt jedoch nicht die HU. Jedes Unternehmen kann die UVV-Prüfung selbstständig durchführen, kann aber auch externe Dienstleister damit beauftragen. Wir helfen Ihnen gerne dabei. KONTAKT
Muss jedes gewerblich genutzte Fahrzeug einer Fahrzeugprüfung nach DGUV V70 unterzogen werden?
Nein, hier gibt es folgende Ausnahmen:
maschinell angetriebene Fahrzeuge, die durch ihre Bauart bedingt, lediglich eine Höchstgeschwindigkeit von nicht mehr als 8km/h erreichen und deren Anhängerfahrzeuge,
Planiergeräte, Bagger, Erdbaumaschinen, Lader, Planiergeräte und Schürfgeräte
Straßenwalzen und Bodenverdichter,
Flurfahrzeuge mit Anhänger,
die Bodengeräte der Luftfahrt,
land-und fortwirtschaftliche Fahrzeuge,
Pistenraupen,
Fahrzeuge, die dazu bestimmt sind, dem Publikum zum Selbstfahren zur Verfügung gestellt zu werden (Schaustellergewerbe),
Versuchsfahrzeuge und deren Erprobung,
Fahrzeuge, die bisher noch nicht in den Verkehr gebracht worden sind,
Fahrzeuge, die zur Verwendung außerhalb der BRD bestimmt sind,
dienstlich genutzte Privatfahrzeuge und
Krankenfahrstühle.
Was passiert, wenn die UVV nicht pünktlich durchgeführt werden?
Wird der Termin für die UVV nicht eingehalten, gilt das als Ordnungswidrigkeit und wird mit einem Bußgeld geahndet. Das Bußgeld kann zwischen 2500 und 10 000 Euro liegen. Die Zahlungspflicht obliegt dem Unternehmer. Hat er jedoch eine Pflichtendelegation an den Fuhrparkleiter veranlasst, muss dieser mit einem Bußgeld rechnen.
Wer ein Unternehmen leitet, muss zahlreiche gesetzliche Bestimmungen beachten. Diverse Zertifikate erleichtern das Einhalten der unterschiedlichen Regeln. Doch oftmals sind die Vorschriften zur Wahrung der Sicherheit nicht genug, womit diese in einem Betrieb noch optimiert werden sollte. In diesem Artikel erfahren Sie alles wichtige über das SCC-Zertifikat. Mit diesem Dokument weist ein Unternehmen nach, dass im Betrieb alles sicher abläuft – für die Beschäftigten und für Gesundheit und Umwelt.
Die Bezeichnung SCC ist die Abkürzung für Safety Certificate Contractors. Dabei steht das dritte Wort für technische Dienstleister. Damit sind Subunternehmer gemeint, die für unterschiedliche Auftraggeber bestimmte Tätigkeiten erfüllen.
In der Industrie, nicht nur auf Kraftwerksgeländen und in der (petro-)chemischen Industrie, werden regelmäßig Fremdfirmen, sogenannte Kontraktoren oder Subunternehmen, eingesetzt. Um einen einheitlichen, international anerkannten Sicherheitsstandard zu gewährleisten, fordern die Industriebetriebe von den Kontraktoren Nachweise über die Kenntnisse zu Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz. Daher wird im deutschsprachigen Raum auch oft von einer SGU-Prüfung gesprochen.
Mit einer SCC-Zertifizierung weisen Sie nach, dass Sie diesen Sicherheitsstandard gewährleisten.
SCC, SCCP und SCP – Welche Unterschiede gibt es?
SCC richtet sich an technische Betriebe (Baugewerbe, Metallbau, Anlagenbauer, Ingenieurbüros). Für Unternehmen der Petro-Chemie gibt es das spezielle SCCP-Zertifikat. Als dritte Variante gibt es das SCP. Dieses Dokument ist für Subunternehmer gedacht, die einem anderen Betrieb ihre Mittel durch Leasing anvertrauen. Bei allen drei Varianten steht der Arbeitsschutz im Vordergrund. Insgesamt bestehen in der Durchführung der Kontrollen allerdings keine großen Unterschiede. Die Schritte auf dem Weg zur Erhaltung des Zertifikats sind sehr ähnlich.
Die Bedeutung des SCC-Zertifkats
Mit dem Einsatz von Subunternehmern in Betrieben genießen Industriebetriebe zahlreiche Vorteile. Gleichzeitig ist es wichtig, eine Konformitätsbewertung durchzuführen. Diese läuft nach ISO/ETC 17024 und in Verbindung mit weiteren Standards ab.
Ein Sicherheitsnachweis hilft dabei, die Organisierung des Arbeiterschutzes zu meistern. Die Kontrolle besitzt eine internationale Gültigkeit, wurde jedoch erstmals in den Niederlanden entwickelt. Der Beleg dazu erfolgt mithilfe eines Zertifikats. Gesundheit, Umweltschutz und Sicherheit stehen in einem engen Verhältnis zueinander. Werden Schadstoffe freigesetzt, können Mitarbeiter davon krank werden. Noch wichtiger ist das Aufdecken von Sicherheitsmängeln. Deshalb ist ein wichtiger Aspekt im Bezug auf das SCC-Regelwerk die Frage, auf welche Weise Risiken minimiert werden können.
Muss sich jeder technische Betrieb SCC-zertifizieren lassen?
Die Teilnahme ist freiwillig. Kein Unternehmen ist verpflichtet, das Verfahren durchzuführen. Es hilft jedoch dabei, Herausforderungen in der Firma deutlich einfacher zu bewältigen. Daher ist es von Vorteil, wenn Sie für Ihr Unternehmen den Fragebogen ausfüllen. Viele Kunden verlangen von Unternehmen nämlich SCC-Zertifikate. Damit können diese sicher sein, dass Ihr Betrieb seriös und sicher arbeitet. Eine Firma weist mit Sicherheitsnachweisen auf die Bedeutung der Gefahrenvermeidung in ihrem Betrieb hin.
Wichtige Schritte zum Erhalt des SCC-Zertifikats
Die Leiter eines Unternehmens müssen die Sicherheit der Arbeitnehmer gewährleisten. SCC hat zum Ziel, eine allgemeine und einheitliche Einstufung des Betriebs in Sicherheitsfragen zu gewährleisten. Folgende Aspekte müssen bei einer Prüfung untersucht werden, um das Zertifikat zu erhalten:
Unfallstatistik: Der Betrieb muss vorlegen, wie viele Unfälle in den letzten Monaten verzeichnet wurden. Dies ist ein wichtiger Bestandteil bei der Aufgabe, Sicherheitslücken zu entdecken und zu schließen.
Ausbildung: Die Zertifizierungsgesellschaft überprüft die Qualität der Lehrgänge.
Krankheit: Traten bei Mitarbeitern Krankheiten auf, die auf den Beruf zurückzuführen waren? Dies senkt die Chancen auf den Erhalt des Sicherheitszertifikats.
Umweltschutz: Dieser beinhaltet auch politische Fragestellungen. So ist es wichtig zu untersuchen, ob in Anlagen bestimmte Filter eingebaut wurden.
Bei der SGU (SGU steht für Sicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz) -Durchführung werden hohe Standards angesetzt. Stellen Sie vor der Untersuchung sicher, dass alle Maschinen und Ausrüstungsgegenstände funktionsfähig und in ausreichender Stückzahl vorhanden sind.
Die Größe des Betriebs spielt bei den Zertifizierungen eine wichtige Rolle
Es gibt sowohl uneingeschränkte als auch eingeschränkte SCC-Zertifikate. Bei beiden Varianten müssen müssen Pflichtfragen beantwortet werden. Zusätzlich existieren eine Reihe optionaler Ergänzungsfragen.
Generell gilt: Beschäftigt das Unternehmen weniger als 35 Mitarbeiter, eignet sich das eingeschränkte Zertifikat. In diesem Dokument wird die Situation in den Bereichen Sicherheit, Gesundheit und Umwelt am Arbeitsplatz übersichtlich dargestellt.
Ihr Unternehmen ist etwas größer, zählt mehr als 35 Mitarbeiter oder setzt Subunternehmer ein? Lassen Sie sich von uns das uneingeschränkte Safety Certificate ausstellen. Dafür sind die Hürden etwas höher und der Fragenkatalog gestaltet sich umfangreicher. Das eingeschränkte Zerifikat beinhaltet 27 Pflichtfragen, während beim uneingeschränkten Zertifikat die Hälfte der 40 Fragen ein positives Resultat liefern muss. Das Managementsystem wird hierbei ebenfalls unter die Lupe genommen. Beachten Sie, dass auch Lehrlinge, Praktikanten und Leiharbeiter zu den Mitarbeitern in Ihrem Betrieb zählen.
Eine Zertifizierung mit zahlreichen Vorteilen
Wer sich für SCC entscheidet, trifft die richtige Entscheidung. Viele Betriebspartner erwarten eine Zertifizierung der Sicherheit – unabhängig davon, ob eine eingeschränkte oder eine uneingeschränkte Prüfung durchgeführt wurde. Eine mehrfache Auditierung ist zur Einhaltung des Safety Certificates nicht mehr notwendig. Den Mitarbeitern wird bei der Prüfung klarer, weshalb die Sicherheit im Betrieb wichtig ist. Sie begreifen nun, warum der Umweltschutz auch für sie eine herausragende Bedeutung besitzt. Dies führt automatisch zu mehr Sicherheit in der Firma. Damit werden gleichzeitig die Kosten gesenkt – sowohl für Betriebe als auch für Versicherungen.
Mit dem Sicherheitszertifikat wird ein Unternehmen konkurrenzfähiger, da es die Qualität offiziell bestätigen ließ. SCC lässt sich bequem in alle Branchen der Industrie eingliedern. Es ist eine regelmäßige SGU-Überprüfung möglich.
Wie können Sie sich auf die SCC-Prüfung vorbereiten?
Das SCC ist ein lohnendes Zertifikat mit vielen positiven Auswirkungen für Unternehmen. Mit Nachweisen zur Sicherheit des Unternehmens verbessert sich dessen Ansehen.
Sicherheitsingenieur.NRW unterstützt Sie dabei auf mehrer Arten: in der Prüfungsvorbereitung und in Schulungen.
Ziel ist es, Kenntnisse über sicherheitsgerechtes Verhalten zu vertiefen und den Teilnehmern die Anwendung und Umsetzung der gesetzlichen Anforderungen im Bereich der Arbeitssicherheit zu vermitteln.
Die Mitarbeiterschulung sowie eine Unternehmenszertifizierung nach dem SCC Regelwerk geben Ihnen die Möglichkeit, bei Ausschreibungen die Kriterien als A-Kunde zu erfüllen, um entsprechend an der Auftragsvergabe erfolgreich teilzunehmen. Gleichzeitig hat der Auftraggeber die Garantie, dass Sie auf seinem Betriebsgelände den Standard bezüglich Sicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz einhalten.
Vorteile:
in mehreren Fremdsprachen möglich
DAkkS akkreditiert
Wir kümmern uns um das Audit für Ihren Betrieb und bieten Personenprüfungen an. Sowohl die neuen als auch die alten besitzen eine Gültigkeit von fünf Jahren.
Unternehmen sind für die Regalprüfung nach DIN EN 15635 selbst verantwortlich. Warum das so wichtig ist, wie diese durchgeführt werden und wie häufig Regale geprüft werden müssen, erfahren Sie in diesem Artikel.
Regale finden Sie in Lagerhallen und anderen Einrichtungen. Regale sind Bestandteil eines Lagersystems und es gibt sie in verschiedenen Formen und Größen. Die Stabilität und die Balance eines Regalsystems muss für die Sicherheit regelmäßig überprüft werden. In den Lagereinrichtungen arbeiten Lager- und Logistikmitarbeiter, die von den einstürzenden Regalen verletzt werden können. Unternehmen, die ein Regalsystem gewerblich nutzen, müssen die Regale prüfen lassen (Prüfpflicht). Dadurch sollen Unfälle vermieden und die Sicherheit im Lager erhöht werden. Eine Regalprüfung wird von einem Fachmann (Regalprüfer) durchgeführt. Bei der Prüfung werden die Statik, die Bauweise und der Einsatzzweck untersucht. Prüfpflichten bestehen in Verkaufsräumen, Lagern, Werkstätten, Bibliotheken oder Archiven, in denen verschiedene Regale zum Einsatz kommen.
In der Industrie gibt es zudem noch Schwerlastregale, die mehrere Tonnen halten. Diese Regalarten werden häufiger getestet, da das Unfallrisiko noch größer ist. Bei den Prüfungen wird zwischen Durchlauf-, Weitspann-, Mehrgeschoss-, Archiv-, Fachboden-, Paletten- und Durchlaufregalen unterschieden. In den folgenden Kapiteln wird die Regalprüfung näher beschrieben und worauf besonders geachtet werden muss.
Warum ist die Überprüfung der Regale notwendig?
Regale werden Sie in verschiedenen Arbeitsbereichen und Orten finden. Große Regale dienen dazu, um kleine, mittlere und große Gegenstände und Materialien sicher lagern zu können. Im Gewerbe müssen die Regele geprüft sein, damit es nicht zu Unfällen kommt. Durch ein umfallendes Regal können Menschen verletzt werden. Es ist wichtig, dass die Lagermitarbeiter die geltenden Richtlinien kennen und das Regal nicht falsch belasten oder überlasten. Für den Schutz vor Unfällen im Lager wurde vom Staat eine Prüfpflicht eingeführt. In diesem Fall wird ein Regalprüfer zu den Unternehmen fahren und die verschiedenen Regale vor Ort prüfen. Bei uns können sich interessierte Bewerber zum Regalprüfer ausbilden lassen. Zudem können Sie Ihre Regale von unseren ausgebildeten Fachkräften prüfen lassen. Bei der Prüfung müssen bestimmte Anforderungen und Richtlinien erfüllt sein. In den Richtlinien können Sie nachlesen, wie hoch die maximale Tragkraft des Regals ist. Bei einer Prüfung werden einzelne Belastungshinweise geprüft. Durch ein Ungleichgewicht kann es zu einer falschen Verteilung des Gewichts kommen. Das zusätzliche Gewicht könnte die Stabilität des Regals beeinträchtigen. Unternehmen sollten sich für das passende Regalsystem entscheiden. Mit der Zeit müssen manche Bauteile durch Abnutzung und Verschleiß ersetzt werden.
Wöchentliche und jährliche Regalprüfungen
In der Industrie wird zwischen wöchentlichen und jährlichen Regalkontrollen unterschieden. Wöchentlich werden sogenannte Sichtkontrollen durchgeführt. Diese Kontrolle müssen von einem internen Mitarbeiter des Unternehmens durchgeführt werden. Bei den Sichtkontrollen achtet der Fachmann auf eine korrekte Verteilung der Last. Alle Besonderheiten oder Beschädigungen am Regal werden detailliert dokumentiert. Fehler müssen nach den Sichtkontrollen sofort behoben und Beschädigungen repariert werden. Bei einer wöchentlichen Sichtkontrolle werden keine Prüfungsabläufe oder Materialien überprüft. Neben der wöchentlichen Sichtkontrolle gibt es eine Regalinspektion im Jahr. Die Jahreskontrolle ist eine umfassende Prüfung, bei der alle Abläufe, Bereiche und Materialien genau überprüft werden. Es ist wichtig, dass Unternehmen innerhalb eines Jahres die Regalsysteme inspizieren lassen. Hierfür wird ein Regalprüfer beauftragt (nehmen Sie Kontakt zu uns auf). Unsere Experten werden die Statik der Konstruktion, den Aufbau, die Materialien und die gesamte Stabilität genau unter die Lupe nehmen.
Ablauf der Prüfungen
Bei der wöchentlichen Sichtkontrolle werden alle Auffälligkeiten detailliert im Protokoll festgehalten. Der Mitarbeiter erstellt ein sogenanntes Prüfungsprotokoll, das an die Unternehmensleitung und die jeweilige Abteilung weitergeleitet wird. Das Protokoll ist die Grundlage, um Fehler oder kleine Schäden am Regalsystem schnell zu beheben. Sichtkontrollen sind Teil der Prüfpflicht. Falls es häufig zu Fehlern kommt, kann ein Schadenskontrollverfahren eingeleitet werden. Bei diesem Verfahren werden die einzelnen Abläufe noch genauer untersucht, um die Ursache schneller finden zu können. Vor der Jahreskontrolle erhält der Regalprüfer alle relevanten Daten und Informationen, die für die umfangreiche Prüfung erforderlich sind. Der Prüfer führt verschiedene Tests durch und untersucht jeden einzelnen Bereich des Regalsystems. Alle Prüfungsergebnisse werden in einem Protokoll dokumentiert. In einem Bericht werden einzelne Verbesserungsvorschläge dokumentiert und an einen Sicherheitsbetreuer der Firma übergeben. Wenn das Regalsystem der Norm entspricht, erhält das Regal eine Prüfplakette.
Kosten für die Regalprüfung
Die Kosten für eine Prüfung des Regalsystems hängt immer von der Art der Prüfung ab. Es ist günstiger, wenn ein betriebsinterner Mitarbeiter die Sichtkontrolle durchführt. Die Prüfungen und Kontrollen dürfen allerdings nur von speziell ausgebildeten Mitarbeitern durchgeführt werden. Bei uns erhalten Sie alle relevanten Informationen über die Ausbildung zum Regalprüfer. Es ist wichtig, dass die Mitarbeiter alle neuen Gesetze und Richtlinien genau kennen. Fortbildung zum Regalinspekteur bei Sicherheitsingenieur.NRW
Die Kosten für einen externen Prüfer sind von verschiedenen Faktoren abhängig. Entscheidende Faktoren sind die Größe der Lagerhalle, die Art des Regalsystems, die Lagerung der Ressourcen und das Material. Fordern Sie ein unverbindliches Angebot an.
Von wem werden Regalprüfungen durchgeführt?
Für die wöchentlichen Sichtkontrollen können Sie einen eigenen Mitarbeiter beauftragen. Der Mitarbeiter sollte in der Durchführung der Sichtkontrollen jedoch speziell geschult sein. Die Fortbildung erfolgt gemäß der DIN 15635. Personen, die die jährliche Inspektion der Regalsysteme durchführen, benötigen ein Zertifikat über die technische Regel der Betriebssicherheit.
Unsere Leistungen
Wie können wir Sie unterstützen?
Wir bilden Ihre Regalinspekteure aus! In unserer Fortbildung zum Regalinspekteur nach DIN EN 15635 erhalten Ihre Mitarbeiter die Qualifizierung zur befähigten Person, die notwendig ist, u Regalprüfungen durchzuführen. Weiter zur Fortbildung Regalinspekteur
Wir führen die Regalprüfung in Ihrem Unternehmen durch! Unsere Fachkräfte prüfen sorgfältigst Ihre Regalsysteme nach DIN EN 15635 und erstellen Inspektionsprotokolle. Weitere Informationen und ein unverbindliches Angebot erhalten Sie bei. Regalprüfung durch Sicherheitsingenieur.NRW
Das Fundament eines funktionierenden Beschäftigungssystems ist die Einhaltung menschengerechter Arbeitsbedingungen. Arbeitgeber sind dazu verpflichtet, Bestimmungen des Arbeitsschutzgesetzes einzuhalten. Arbeitnehmern muss durch einen umfassenden Arbeitsschutz Gesundheit und Sicherheit bei der Arbeit gewährleistet werden. Das BGM, betriebliches Gesundheitsmanagement, verfolgt Strategien, die Gesundheit der Mitarbeiter in einem Unternehmen zu erhalten. Der folgende Beitrag erläutert, inwiefern das BGM für Unternehmen rechtlich verbindlich ist.
Inhalt: 1. BGM Allgemein 2. Prinzipien der Umsetzung des BGM 3. Rechtliche Verpflichtungen durch das BGM
Vortrag Live von der Arbeitsschutz Aktuelle 2022, Stuttgart
BGM Allgemein: Das BGM bezeichnet die systematische Entwicklung, Planung und Umsetzung gesundheitsfördernder und -erhaltender Maßnahmen und Prozesse in Betrieben. Zu den beiden Gesundheitsmanagementstrategien gehört die Verhältnis- und Verhaltensprävention. Die Verhältnisprävention beinhaltet gesundheitsfördernde Änderungen für die Arbeits- und Organisationsgestaltung. Die Verhaltensprävention ist eine Strategie, Arbeitnehmer zu befähigen, sich gesundheitsförderlich am Arbeitsplatz zu verhalten. Als Grundlage der Maßnahmen des BGM gilt die durch das Arbeitsschutzgesetz und betriebliche Eingliederungsmanagement (§ 167 Absatz 2 SGB IX) festgeschriebenen Regelungen. Zusätzlich, als freiwillige Leistungen des BGM, zählen Prozesse zur betrieblichen Förderung der Gesundheit. Eine Auslegung auf Prävention ist erforderlich, um das BGM in betriebliche Abläufe zu integrieren. Dies gilt für die Bereiche Unternehmenskultur und -philosophie, Organisationsentwicklung und Personalmanagement und -entwicklung.
Prinzipien der Umsetzung des BGM: Für eine erfolgreiche Umsetzung des BGM im Unternehmen sollten folgende Prinzipien integriert werden. Hierzu zählen die Partizipation, Qualifizierung, Information und Kommunikation, Dokumentation, Netzwerke, Diversität und das Marketing. Ein erfolgreiches Vorgehen setzt die Beteiligung von Mitarbeitern, Personalvertretungen und Managern voraus. Beteiligte Akteure, die Prozesse zur Gesundheitsförderung in die Arbeitsabläufe der Firmen integrieren, benötigen eine ausreichende Qualifizierung. Das Verfahren zur Umsetzung des BGM sollte ausreichend kommuniziert und darüber im Unternehmen informiert werden. Eine vollständige Dokumentation und ein überbetrieblicher Austausch ermöglichen, mit kombiniertem Wissen Synergien zu schaffen. Mit Diversität und Gleichstellung der Beteiligten werden Bedürfnisse aller Zielgruppen berücksichtigt. Marketingmaßnahmen fördern ein gutes Image und den Wiedererkennungswert der Mitarbeiter in den Werten der Firma.
Rechtliche Verpflichtungen durch das BGM: Die Maßnahmen zur Umsetzung des BGM umfassen eine systematische und nachhaltige Prozessgestaltung. Die Aspekte der Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter stehen an oberster Stelle. Das BGM koordiniert alle gesundheitlichen Themen und geht über die vorgeschriebenen Regelungen im Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) und Arbeitssicherheitsgesetz (ASiG) hinaus. Die Sicherheit und Gesundheit auf der Arbeitsstätte, festgelegt durch das Arbeitsschutzgesetz, sowie das betriebliche Eingliederungsmanagement und die Gesundheitsförderung sind Teil des BGM. Der Arbeitsschutz und Wiedereingliederungsmaßnahmen sind verpflichtend und deren Umsetzung für Unternehmen gesetzlich vorgeschrieben. Maßgebliche Verpflichtungen des BGM sind Verordnungen des Arbeitsschutzes, der arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV) und Vorgaben aus den Sozialgesetzbüchern. Das Arbeitssicherheitsgesetz legt alle Bestimmungen zur Unterstützung des Unternehmens in Sachen Arbeitssicherheit durch Beratung von Betriebsärzten und Fachkräfte für Arbeitssicherheit fest. Als rechtliche Grundlage für die arbeitsmedizinische Vorsorge gilt die dafür festgelegte Verordnung. Die arbeitsmedizinische Vorsorge hat den Zweck, die Wechselwirkung von der Arbeit auf die psychische und körperliche Gesundheit der Arbeitnehmer zu beurteilen (§ 2 Absatz 1 Nummer 2 ArbMedVV). Die Vorsorge besteht unter anderem aus einem ärztlichen Beratungsgespräch mit Arbeitsanamnese (§ 2 Absatz 1 Nummer 3 ArbMedVV), hier fließen alle Arbeitsbedingungen und daraus resultierende Gefährdungen mit ein (§ 6 Absatz 3 Satz 3 ArbMedVV). Anschließend wird in der arbeitsmedizinischen Vorsorge anhand der gewonnenen Erkenntnisse in den Beratungsgesprächen eine Gefährdungsbeurteilung durch den Arzt erstellt (§ 2 Absatz 1 Nummer 4 ArbMedVV). Daraufhin kann der Betriebsarzt Vorschläge zur Verbesserung der Arbeitsschutzmaßnahmen vorbringen (§ 6 Absatz 4 ArbMedVV). Das Unternehmen muss die Gefährdungsbeurteilung prüfen und erforderliche Maßnahmen für den Arbeitsschutz beschließen (§ 8 Absatz 1 Satz 1 ArbMedVV). Weiterhin ist der Arbeitgeber gesetzlich verpflichtet, dem Betriebsarzt und den unterstützenden Fachkräften alle erforderlichen Auskünfte zum Arbeitsplatzverhältnis der Arbeitnehmer zu geben und eine Begehung des Arbeitsplatzes gewähren (§ 3 Absatz 2 Satz 3 ArbMedVV). Der Arzt muss sich zunächst einen Überblick über die Arbeitsplatzverhältnisse verschaffen, um die erforderlichen Kenntnisse für die Vorsorge zu sammeln (§ 6 Absatz 1 Satz 2 ArbMedVV).
Arbeitnehmern steht gesetzlich eine regelmäßige arbeitsmedizinische Beratung und Untersuchung zu, abhängig von den Gefahren für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz (§ 11 ArbSchG, § 5a ArbMedVV). Das betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) hilft als Unterstützung bei Wiedereingliederung nach längerer Erkrankung des Beschäftigten. Bei einer Arbeitsunfähigkeit von mehr als 6 Wochen oder 42 Tagen in einem Jahr ist der Arbeitgeber verpflichtet, ein BEM anzubieten. Die Teilnahme an einer betrieblichen Eingliederung ist für den Angestellten freiwillig. Die betriebliche Gesundheitsförderung ergänzt die vorgeschriebenen Maßnahmen des Arbeitsschutzgesetzes und des BEM auf freiwilliger Basis. Laut § 20b des SGB V können unterstützende Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung durch Krankenkassen ermöglicht werden. Die Krankenkassen gehen Verträge mit Betriebsärzten ein für die Ausführung von Impfungen (§ 132e SGB V). Weiterhin kann ergänzend eine vertragsärztliche Untersuchung zur betrieblichen Gesundheitsförderung und Prävention von gesundheitlichen Problemen und Vorsorgeleistungen abgeschlossen werden (§ 132f SGB V). Folgende Rechtsvorschriften haben Bezug zum betrieblichen Gesundheitsmanagement: das Arbeitsschutzgesetz, die Arbeitsschutzverordnungen, das Arbeitssicherheitsgesetz, das Betriebsverfassungsgesetz, die Arbeitsstättenverordnung und die Sozialgesetzbücher.
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