Das Belastungs-Beanspruchungs-Modell unterscheidet zwischen den von außen auf einen Menschen einwirkenden Arbeitsanforderungen und deren individueller Wirkung. Belastungen können beispielsweise aus Arbeitsaufgabe, Arbeitszeit, Umgebung, Organisation oder sozialen Bedingungen entstehen. Beanspruchung bezeichnet die unmittelbare Wirkung dieser Einflüsse auf die einzelne Person.

Die gleiche Belastung kann bei verschiedenen Menschen zu unterschiedlicher Beanspruchung führen. Einfluss haben unter anderem Qualifikation, Erfahrung, Gesundheit, Leistungsfähigkeit und verfügbare Ressourcen. Das Modell hilft deshalb, Arbeitsbedingungen nicht allein anhand einer Tätigkeit, sondern im Zusammenhang mit der konkreten Ausführung und den Beschäftigten zu beurteilen.

In der Gefährdungsbeurteilung unterstützt das Modell dabei, physische und psychische Belastungen systematisch zu erfassen, Schutzmaßnahmen abzuleiten und ihre Wirksamkeit zu prüfen.