Mit dem Vibrationsrechner A(8) berechnen Sie die tägliche Exposition durch Hand-Arm- oder Ganzkörper-Vibrationen aus einer oder mehreren Tätigkeiten. Der Rechner bewertet die Ergebnisse anhand der deutschen Auslöse- und Expositionsgrenzwerte und zeigt, welche Schwingungsrichtung maßgebend ist.
Alle Berechnungen erfolgen ausschließlich lokal in Ihrem Browser. Eingaben werden weder übertragen noch gespeichert. Hand-Arm- und Ganzkörper-Vibrationen werden entsprechend den amtlichen Berechnungswegen getrennt beurteilt.
Kostenlos · ohne Registrierung · mehrere Tätigkeiten kombinieren
Tages-Vibrationsexposition A(8) vollständig berechnen
Der Rechner verbindet die mathematische A(8)-Berechnung mit einer nachvollziehbaren Ampelbewertung. Für belastbare Ergebnisse benötigen Sie repräsentative frequenzbewertete Beschleunigungswerte und reale Einwirkungsdauern. Emissionswerte aus Betriebsanleitungen sind nicht automatisch mit der Exposition am Arbeitsplatz gleichzusetzen.
Handgehaltene und handgeführte Arbeitsmittel
Hand-Arm-Vibrationen A(8)
Erfassen Sie alle vibrierenden Tätigkeiten eines repräsentativen Arbeitstages. Liegt bereits der Schwingungsgesamtwert ahv vor, können Sie ihn direkt eingeben. Alternativ berechnet der Rechner ahv aus den drei frequenzbewerteten Achswerten.
A(8) = √[Σ(ahv,i² · Ti) / 8 h] · Expositionspunkte: PE = 100 · (A(8) / 2,5 m/s²)². Der Rechner verwendet die exakte Dauer; konservativ aufgerundete TRLV-Punktetabellen können deshalb leicht höhere Punktewerte zeigen.Tätigkeiten eingeben und Berechnung starten
Ausgegeben werden A(8), Expositionspunkte, Teilbeiträge, Dosisanteile und die Restzeit bei gleichbleibendem Expositionsmix.
Fahrzeuge, Maschinen und vibrierende Standflächen
Ganzkörper-Vibrationen Ax(8), Ay(8), Az(8)
Tragen Sie für jede Tätigkeit die frequenzbewerteten Beschleunigungen awx, awy und awz ohne Korrekturfaktoren ein. Der Rechner wendet 1,4 für X und Y sowie 1,0 für Z an, summiert mehrere Tätigkeiten achsweise und bestimmt die maßgebende Richtung.
Aj(8) = √[Σ(kj · awj,i)² · Ti / 8 h] mit kx = ky = 1,4 und kz = 1,0Achswerte und Tätigkeiten eingeben
Der Rechner bewertet X, Y und Z separat und zeigt sowohl Auslösewert- als auch Grenzwertausschöpfung.
Planungshilfe für eine konstante Tätigkeit
Zeit bis Auslöse- oder Expositionsgrenzwert
Dieses Modul berechnet die mathematische Einwirkzeit, bei der eine konstant bleibende Vibrationsintensität den jeweiligen Schwellenwert erreicht. Bereits vorhandene Expositionen aus anderen Tätigkeiten sind hier nicht eingerechnet.
Vibrationswert eingeben
Sie erhalten die rechnerische Dauer bis zum Auslösewert und bis zum Expositionsgrenzwert.
Welche Eingabewerte sind geeignet?
Bevorzugte Datenquellen
- repräsentative Messung unter den tatsächlichen Arbeitsbedingungen,
- übertragbare Immissionswerte aus belastbaren Quellen,
- geeignete Herstellerwerte mit den vorgesehenen Korrekturfaktoren,
- BAuA-Orientierungswerte erst nach Ausschöpfen der übergeordneten Informationsquellen.
Zusätzlich dokumentieren
- Arbeitsmittel, Einsatzwerkzeug und Betriebszustand,
- reale Einwirkungsdauer statt bloßer Schichtdauer,
- Messort, Körperhaltung und Kontaktstelle,
- Datenquelle, Übertragbarkeit und Unsicherheit,
- Wartungszustand, Untergrund und typische Streuung.
Was folgt aus dem Ergebnis?
Unterhalb des Auslösewertes
Das Ergebnis ist zu dokumentieren und die Exposition nach dem Minimierungsgrundsatz so gering wie möglich zu halten. Mittelbare Gefährdungen und Kombinationswirkungen bleiben unabhängig vom Zahlenwert zu beurteilen.
Ab dem Auslösewert
Ein Programm technischer und organisatorischer Maßnahmen ist zu planen. Beschäftigte sind zu unterweisen; arbeitsmedizinische Vorsorge und weitere Pflichten sind anhand der konkreten Exposition zu prüfen.
Am oder über dem Grenzwert
Die Exposition darf nicht fortgeführt werden wie bisher. Es sind unverzüglich Maßnahmen zur Unterschreitung des Grenzwertes zu treffen, die Ursachen zu ermitteln und Schutzmaßnahmen anzupassen.
Nahe an einem Schwellenwert
Unsichere oder nur geschätzte Eingangsdaten reichen für eine belastbare Entscheidung häufig nicht aus. Dann sollte eine fachkundige Messung beziehungsweise vertiefte Expositionsermittlung veranlasst werden.
Passende Leistungen und Produkte
Vom A(8)-Wert zur wirksamen Schutzmaßnahme
Gefährdungsbeurteilung begleiten
Wir unterstützen bei Datenstrategie, Expositionsermittlung, Dokumentation und der Ableitung praktikabler Schutzmaßnahmen.
Fachliche Unterstützung anfragenLärmmessung im Betrieb
Lärm und Vibrationen treten bei Maschinenarbeit häufig gemeinsam auf. Repräsentative Lärmwerte schaffen eine belastbare Grundlage für die Gesamtbeurteilung.
Lärmmessung ansehenUnterweisung für Produktion
Praxisbezogene Unterweisungsinhalte zu Maschinen, Lärm und Vibrationen, PSA sowie weiteren typischen Gefährdungen in der Produktion.
Produktions-UnterweisungMesswert fehlt oder der Schwellenwert ist fast erreicht?
Wir klären, welche Daten belastbar sind, ob eine Messung erforderlich ist und welche technischen sowie organisatorischen Maßnahmen sinnvoll sind.
Häufige Fragen zum Vibrationsrechner A(8)
Was bedeutet A(8)?
A(8) ist der auf einen Bezugszeitraum von acht Stunden normierte Tages-Vibrationsexpositionswert. Dadurch lassen sich unterschiedliche Vibrationsintensitäten und Einwirkungsdauern vergleichbar zusammenfassen.
Wie werden mehrere Maschinen an einem Arbeitstag kombiniert?
Die einzelnen Beiträge werden nicht arithmetisch addiert. Der Rechner summiert die Produkte aus dem Quadrat der jeweiligen Beschleunigung und ihrer Einwirkungsdauer und normiert die Summe auf acht Stunden.
Was ist bei Hand-Arm-Vibrationen einzugeben?
Verwenden Sie den Schwingungsgesamtwert ahv. Wenn nur die drei frequenzbewerteten Achswerte ahwx, ahwy und ahwz vorliegen, bildet der Rechner daraus die Quadratwurzel der Summe ihrer Quadrate.
Warum werden Ganzkörper-Vibrationen getrennt nach X, Y und Z berechnet?
Die LärmVibrationsArbSchV schreibt eine richtungsbezogene Bewertung vor. X und Y werden mit dem Korrekturfaktor 1,4 bewertet und haben einen Grenzwert von 1,15 m/s²; für Z gilt der Faktor 1,0 und ein Grenzwert von 0,8 m/s².
Darf ich Herstellerangaben direkt verwenden?
Nicht ungeprüft. Herstellerangaben sind häufig Emissionswerte aus standardisierten Prüfverfahren. Sie können von der tatsächlichen Immission am Arbeitsplatz abweichen. Übertragbarkeit und gegebenenfalls vorgesehene Korrekturfaktoren müssen fachkundig geprüft werden.
Sind die berechneten Restzeiten zulässige Einsatzzeiten?
Nein. Sie sind mathematische Planungswerte unter der Annahme gleichbleibender Exposition. Sie berücksichtigen keine zusätzlichen Belastungen, Stöße, Unsicherheiten oder bereits außerhalb des gewählten Datensatzes aufgetretene Expositionen.
Ersetzt das Ergebnis die Gefährdungsbeurteilung?
Nein. Der Rechner bewertet nur die eingegebenen Zahlen. Datenqualität, Repräsentativität, mittelbare Gefährdungen, Wechselwirkungen, Schutzmaßnahmen, Arbeitsmedizin und die tatsächlichen Arbeitsbedingungen müssen separat fachkundig beurteilt werden.
Amtliche Grundlagen
- § 9 LärmVibrationsArbSchV – Auslöse- und Expositionsgrenzwerte
- Anhang LärmVibrationsArbSchV – Ermittlung und Bewertung
- § 10 LärmVibrationsArbSchV – Schutzmaßnahmen
- BAuA: TRLV Vibrationen Teil 1 – Beurteilung der Gefährdung
- BAuA: TRLV Vibrationen Teil 2 – Messung von Vibrationen
- BAuA: Branchenbezogene Gefährdungstabellen bei Vibrationen
Anwendungsgrenze: Dieser Rechner ist eine Rechen- und Orientierungshilfe. Er misst keine Vibrationen, prüft nicht die Repräsentativität oder Richtigkeit der Eingangsdaten und ersetzt weder eine fachkundige Gefährdungsbeurteilung noch eine arbeitsmedizinische oder behördliche Entscheidung. Aus dem Ergebnis entsteht keine Garantie für die Einhaltung aller Vorschriften. Redaktioneller Stand: 25. August 2026.



