Die Entscheidung, das Rauchen aufzugeben, ist ein entscheidender Schritt zu mehr Gesundheit, Wohlbefinden und Sicherheit – nicht nur privat, sondern auch am Arbeitsplatz. Doch oft greifen Menschen zunächst zu medikamentösen Hilfen, um den Ausstieg zu erleichtern. In diesem Blogbeitrag möchten wir uns zwei besonders verbreitete Wirkstoffe anschauen – Vareniclin und Bupropion – und darlegen, warum Medikamente nicht automatisch der beste oder gar sicherste Weg in ein rauchfreies Leben sind.
Vareniclin (Champix) – Was steckt dahinter?
Vareniclin wurde speziell zur Unterstützung der Nikotinentwöhnung entwickelt. Der Wirkstoff bindet an sogenannte α4β2-Nikotinrezeptoren im Gehirn. Er ahmt dabei die Wirkung von Nikotin teilweise nach und mindert Entzugssymptome sowie das Rauchverlangen. Tatsächlich bestätigen Studien, dass Vareniclin die Erfolgsquote beim Rauchstopp erhöhen kann.
Dennoch birgt der Wirkstoff Risiken: Neben Übelkeit, Kopfschmerzen und Schlafproblemen können sogar depressive Verstimmungen oder in seltenen Fällen ernsthafte psychische Symptome wie Suizidgedanken auftreten. Gerade am Arbeitsplatz bedeutet dies, dass die Aufmerksamkeit und die Sicherheit der Mitarbeitenden potenziell gefährdet werden könnte.
Bupropion (Zyban) – Antidepressivum zur Raucherentwöhnung?
Ein weiterer häufig eingesetzter Wirkstoff ist Bupropion. Ursprünglich zur Behandlung von Depressionen entwickelt, hemmt er die Wiederaufnahme der Botenstoffe Dopamin und Noradrenalin im Gehirn. Das führt dazu, dass Entzugserscheinungen und das starke Verlangen nach Nikotin verringert werden.
Allerdings zeigt Bupropion ebenfalls einige problematische Nebenwirkungen. Zu den häufigsten zählen Schlaflosigkeit, Mundtrockenheit und Ängstlichkeit, gelegentlich sogar Bluthochdruck oder Krampfanfälle. Besonders kritisch: Diese Nebenwirkungen könnten die Leistungsfähigkeit am Arbeitsplatz spürbar reduzieren und somit die Betriebssicherheit beeinflussen.
Warum Medikamente nicht der erste Schritt sein sollten
Obwohl beide Medikamente nachweislich wirksam sein können, sollten sie niemals die erste und einzige Lösung bei der Raucherentwöhnung darstellen. Aus Sicht des Arbeitsschutzes und der betrieblichen Gesundheitsförderung ist vor allem langfristiger, nachhaltiger Erfolg gefragt – und der basiert auf einem bewussten Umgang mit den eigenen Gewohnheiten, Stressoren und Auslösern.
Medikamente können kurzfristig unterstützen, lösen aber nicht die psychologischen Ursachen hinter der Sucht. Das bedeutet, dass nach Absetzen der Substanzen häufig ein erhöhtes Rückfallrisiko besteht. Zudem sind mögliche Nebenwirkungen nicht nur gesundheitlich, sondern gerade aus Sicht der Arbeitssicherheit bedenklich.
Nachhaltige Alternativen: Verhaltenstherapie und Beratung
Wissenschaftliche Untersuchungen unterstreichen klar: Die besten Ergebnisse bei der Raucherentwöhnung werden durch eine Kombination von Motivation, Beratung und verhaltenstherapeutischen Maßnahmen erreicht. Methoden der kognitiven Verhaltenstherapie helfen dabei, individuelle Risikofaktoren zu erkennen, gesündere Gewohnheiten aufzubauen und Rückfälle erfolgreich zu vermeiden.
Ein solcher Ansatz erhöht nicht nur dauerhaft die Gesundheit, sondern reduziert nachweislich die Zahl krankheitsbedingter Fehltage und Arbeitsunfälle – ein entscheidender Faktor in jedem modernen HSE-Management (Health, Safety, Environment).
Unsere Lösung: Betriebliche Suchtberatung für nachhaltigen Erfolg
Als Experten für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz bei Sicherheitsingenieur.NRW wissen wir, dass der nachhaltige Erfolg bei der Raucherentwöhnung in einer professionellen, ganzheitlichen Beratung liegt. Deshalb bieten wir Unternehmen eine fundierte betriebliche Suchtberatung an. Unsere erfahrenen Spezialisten begleiten Mitarbeitende mit wissenschaftlich geprüften Methoden individuell auf ihrem Weg in ein rauchfreies Leben – effektiv, sicher und dauerhaft.
Denn nur so entsteht langfristig nicht nur Gesundheit, sondern echte Sicherheit am Arbeitsplatz.
Haben Sie Fragen zur betrieblichen Suchtberatung? Wir beraten Sie gern!