Temperaturzeitkurve sie beschreibt die mathematische Modellierung der Brandtemperatur über die Zeit. Dabei soll die Kurve den Maximalfall darstellen, eine Bemessung also immer auf der sicheren Seite liegen.
Je nach Rahmenbedingungen werden verschiedene Kurven verwendet:

Einheits–Temperaturzeitkurve ETK
Die ETK ist ein Modell für den Temperaturverlauf eines realen vollentwickelten Brandes. Sie ist in der DIN 4102–2 mit der Formel T = 345·lg(8·t+1) eindeutig definiert, um Reproduzierbarkeit zu gewährleisten.
Sie ist auch Grundlage für Modell–Brände, die der ETK bis zu einer Grenztemperatur folgen und ab dort konstant bleiben. Grenztemperaturen sind 300 °C, 600 °C und 820 °C.

Harmonisierte Hydrokarbon–Kurve
für Brände von Kohlenwasserstoffen mit deutlich höheren Temperaturen als
bei der ETK. Formel: T = 1080·[1–0,325·e(–0,167·t) – 0,675·e(–2,5·t)]

Schwefelfeuerkurve
Brandentwicklungsphase beim Naturbrand bzw. langsam ablaufender
Schwelbrand T = 154·t0,25

Externe Brandkurve (Eurocode ENV 1991–2–2)
Bemessung für Bauteile außerhalb des Brandabschnitts
T = 660·[1–0,687·e(–0,32·t) – 0,313·e(–3,8·t)]

RABT Kurve (Tunnelbrandkurve)
simuliert die schnell anwachsende Temperatur bei Tunnelbränden auf
1200 °C innerhalb von 5 Minuten. Die Temperatur bleibt konstant bis zum
Einsetzen von Löschmaßnahmen und sinkt dann innerhalb von 110 Minuten
auf die Ausgangstemperatur zurück. In den einzelnen Formeln bedeuten:
T Gastemperaturerhöhung in Kelvin [K] t Zeit in Minuten [min]

Donato Muro

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