Lernstatt steht für das “Lernen in der Werkstatt” und entstand vor dem Hintergrund der massenhaften Beschäftigung ausländischer Arbeitnehmer in den
1970er Jahren. Die Lernstattgruppen beschäftigten sich mit Themen, die im Zusammenhang mit der Bildung eines Qualitätsbewusstseins, der Schaffung einer Identifikation mit dem Betrieb, der Bereitschaft für Veränderungen, einer übergreifenden Zusammenarbeit und der persönlichen wie fachlichen Qualifikationserweiterung stehen.
Geht zurück auf Konzepte von BMW und Hoechst. Lernstatt wird verstanden als Einrichtung zum Austausch und Vertiefung betrieblicher Erfahrungen, zur Erweiterung des Grundwissens über betriebliche Zusammenhänge, zur Hebung des Wissensstandes bezüglich genereller Probleme auf ein einheitliches Niveau und zur allgemeinen Förderung der Kommunikation im Betrieb. Im Gegensatz zu Qualitätszirkel stehen nicht Problemlösungen usw. im Vordergrund. Themen werden bestimmt nach den jeweiligen Arbeitsschwerpunkten. Es kann auf der
zwischenmenschlichen Ebene eine bessere Zusammenarbeit untereinander erreicht werden, eine bessere Identifikation mit dem Ziel des Unternehmens,
mehr Selbstvertrauen und Eigenständigkeit bei der Arbeit. Sechs bis acht Teilnehmer eines Arbeitsbereiches bilden eine Lerngruppe, die von zwei Moderatoren geleitet wird. Treffen finden zwei bis drei Monate lang jeweils
einmal wöchentlich für etwa ein bis zwei Stunden während der Arbeitszeit statt. Danach wird die Gruppe wieder aufgelöst. Die Lernstatt kann in diesem Verständnis eine Möglichkeit zur Entwicklung von arbeitsschutzbezogener Qualifikation sein und der Ausprägung von arbeitsschutzgerechtem Verhalten dienen.

Donato Muro

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